Sicherheit im Web: 763 Millionen E-Mail-Adressen öffentlich zugänglich

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Regelmäßige Daten-Leaks gehören heute zum Alltag im Netz. Es ist daher nicht verwunderlich, dass mal wieder eine Sammlung von Userdaten im Web aufgetaucht ist. Die Größe der Sammlung dagegen ist alles andere als alltäglich. So hat die Sicherheitsfirma Security Discovery eine öffentlich zugängliche Datenbank mit 763 Millionen E-Mail-Adressen und weiteren Daten entdeckt. Wo waren die Informationen im Internet zu finden? Und welche Nutzerdaten führte das Verzeichnis?

Millionen von Userdaten auf verifications.io

Die Sicherheitsfirma fand die Daten bei dem E-Mail-Marketing-Unternehmen verifications.io. Die 150 GB große Datenbank beinhaltete insgesamt 763 Millionen E-Mail-Adressen und zahlreiche weitere Informationen. Offiziell prüft der Anbieter E-Mail-Adressen, um ihre Existenz zu validieren. Gleichzeitig könnten darüber jedoch auch kriminelle Hacker Firmenadressen überprüfen lassen, um dann gezielt Phishing- oder Brute-Force-Angriffe zu starten – so die Einschätzung des Sicherheitsforschers Bob Diachenko.

Diese Userdaten führte das Verzeichnis

Den E-Mail-Adressen waren teilweise auch Daten wie Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Wohnort, Telefonnummer und Geschlecht zugeordnet. Daneben hat die Sicherheitsfirma auch weitere Informationen wie die Kreditwürdigkeit und Hypotheken von Verbrauchern sowie Sales- und Revenue-Zahlen von Unternehmen ausgemacht. Passwörter, Passwort-Hashes oder Bankdaten wie Kreditkarteninformationen waren in der Liste nicht geführt.

Zweitgrößte E-Mail-Adresssammlung aller Zeiten

Damit ist die entdeckte Datenbank das zweitgrößte Leak aller Zeiten, das die Webseite „Have I been Pwned“ veröffentlicht hat. Den ersten, unrühmlichen Platz belegt nach wie vor die „Collection 1“ mit ca. 773 Millionen E-Mail-Adressen. In der Sammlung waren jedoch auch Passwörter zu finden.

Fazit

Die Sicherheitsfirma hat die Datensammlung dem vermeintlichen E-Mail-Marketing-Unternehmen sofort gemeldet. Dies verwies darauf, dass es sich bei den Daten nicht um Kundendaten, sondern um Unternehmensdaten handele, die ohnehin frei im Netz zugänglich seien. Trotzdem nahm die Firma die Datenbank noch am selben Tag offline. User, die überprüfen wollen, ob auch sie von dem Leak betroffen sind, können das auf haveibeenpwned.com vornehmen.

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