Phishing: Apple-Accounts von US-Profisportlern ausspioniert

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Berühmtheit schützt vor Schaden nicht. Das mussten in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche NFL- und NBA-Spieler erfahren. Alle hatten Phishing-Mails von einem vermeintlichen Apple-Mitarbeiter erhalten und ihm ihre Nutzernamen und Passwörter zugeschickt. Der Mann nutzte die abgespeicherten Kreditkartendaten, um Reisen und Möbel zu bezahlen. Nun steht er im Bundesstaat Georgia vor Gericht.

Dutzende geben ihre Credentials preis

Der 27-jährige Kwamaine Jerell Ford hatte seine Phishing-Versuche gut vorbereitet. Als Absenderadresse für seine Mails hatte er einen Account eingerichtet, der dem des echten Apple-Kundendienstes ähnelte. Seine Zielgruppe: Rapper, College- und Profisportler. Ihnen schrieb der vermeintliche Servicemitarbeiter, dass er dringend ihre Usernamen und Passwörter benötigte, wahlweise auch die Antworten auf Sicherheitsfragen. Als Begründung gab er beispielsweise an, dass der Account zurückgesetzt werden müsse. In anderen Fällen wollte er angeblich den Zugang zu Videos ermöglichen, die den Opfern zugesendet worden seien. Auf mehrere tausend derartiger Mails reagierten immerhin einige Dutzend so, wie gewünscht.

Rapper und Sportler müssen sich erneut legitimieren

Mit den Informationen der Apple-Kunden versuchte der Betrüger, die volle Kontrolle über die Accounts zu erhalten. Er änderte Passwörter oder Email-Adressen und las, wo es möglich war, die Kreditkarteninformationen aus. Flüge, Hotels und Einrichtungsgegenstände im Wert von tausenden US-Dollar zahlte er mit fremdem Geld. Zusätzlich überwies er weitere Summen auf seine eigenen Bankkonten. Hatten die Opfer den Schaden bemerkt, mussten sie mit Apple Kontakt aufnehmen und zunächst einmal ihre eigene Identität nachweisen. Erst dann bekamen sie wieder Zugang zu ihren Accounts.

Fazit

Wie die Polizei dem Mann auf die Spur kam, ist nicht bekannt. Er wurde im April 2018 wegen Betrugs und Identitätsdiebstahls in jeweils sechs Fällen angezeigt und hat die Taten gestanden. Das Urteil wird für den kommenden Juni erwartet. FBI und Staatsanwaltschaft hoffen, dass neben den prominenten Opfern auch andere User aus dem Fall lernen. Immer wieder schaffen es Betrüger, mit Phishing-Mails an Passwörter und weitere sensible Informationen zu gelangen.

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