Betrügerische Zahlungen: Volksbank Freiburg stoppt Überweisungen an Direktbanken

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Immer wieder standen Direktbanken in den letzten Wochen in der Kritik. Der Vorwurf: Sie würden es Betrügern leicht machen, sich über einfache Identifikationsverfahren – wie eine Foto-Identifikation – zu registrieren. Die Volksbank Freiburg hat daher jetzt Überweisungen an verschiedene Direktbanken ausgesetzt. Welche Banken sind betroffen? Und wie hebeln Kriminelle die Sicherheitsmechanismen der Banken aus?

Welche Direktbanken sind betroffen?

Die Volksbank Freiburg hat den Zahlungsverkehr mit den Direktbanken Fidor, Revolut, N26, Solarisbank und bunq vorrübergehend eingestellt.

Warum stellt die Volksbank die Zahlungen ein?

Aktuell gibt es eine erhöhte Zahl an Betrugsfällen im Online-Banking. Kriminelle nutzen die Direktbanken dabei als Zielkonto für vermeintliche Straftaten. Die Volksbank arbeitet derzeit daran, ihre Systeme technisch so anzupassen, dass sie die Sperre wieder aufheben kann.

So nutzen Kriminelle Direktbanken

Kriminelle greifen in der Regel zunächst die Zugangsdaten für das Online-Banking von Kunden ab. Das gelingt ihnen über Malware oder Phishing-Mails. Um an die TANs für das mobileTAN-Verfahren zu kommen, besorgen sie sich Ersatz-SIM-Karten. Sie erhalten dann die für die Überweisung notwendige TAN auf ihr eigenes Handy – und können so Zahlungen auf ihr Konto bei der Direktbank veranlassen. Die Betrüger überweisen das Geld von da aus oftmals innerhalb weniger Stunden oder Tage ins Ausland oder tauschen es in digitale Währungen wie Bitcoin um.

Fazit

Nicht nur die Volksbank Freiburg hat erste Maßnahmen ergriffen, um den Betrug über Direktbanken zu stoppen. Die Volksbank Rottweil hat die Banken Fidor und N26 auf eine schwarze Liste gesetzt. Das heißt: Die Bank überprüft Überweisungen auf diese noch einmal gesondert. Erst wenn Kunden die Überweisung bestätigen, gibt die Bank die Zahlung frei. Auf diese Weise konnte die Volksbank eigenen Angaben nach zwei bis drei betrügerische Zahlungen verhindern. Daneben sollen auch die Volks- und Raiffeisenbank aus Homburg, die Raiffeisenbank Ortenburg-Kirchberg und die Volksbank Saarpfalz bereits bei Kunden nachgefragt haben, bevor sie eine Zahlung an eine Direktbank freigaben.

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