Kampf gegen Cybercrime: 1.000 Polizisten im Einsatz

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Erst kürzlich verkündete die Bundesregierung, eine Agentur für Innovation in der Cybersicherheit gründen zu wollen. Damit rückt sie den Kampf gegen Computer- und Internetkriminalität weiter in den Mittelpunkt. Am Dienstagmorgen, den 20.08.2019, setzte die Polizei diesen Fokus fort. Sie führte im Rahmen einer internationalen Razzia Durchsuchungen in 9 Bundesländern durch. Welches Ziel hatte der Einsatz? Und wo schlug die Polizei zu?

In diesen Bundesländern führte die Polizei Einsätze durch

Rund 1.000 Einsatzkräfte durchsuchten Wohnungen in Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Schleswig-Holstein, Thüringen und NRW. Die Suche war mit den Behörden in Litauen und Kroatien koordiniert, die in ihrem Land ebenfalls Einsätze durchführten. In Deutschland leiteten die Polizeidirektion Göttingen und die Zentralstelle Internet- und Computerkriminalität der Staatsanwaltschaft Göttingen den Einsatz.

Kampf gegen Drogen, Waffen und Sprengstoff

Ziel des Einsatzes waren die Webseite „Xplosives.net“. Diese präsentierte sich als „Deutschlands größte Sprengstoffcommunity“ und hatte im letzten Jahr rund 360 aktive Mitglieder. User fanden dort Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoffen und zum Bau von Kriegswaffen und Bomben. Daneben fanden Nutzer auf der Seite auch Handelsgeschäfte und Dienstleistungen rund um Sprengstoff und Drogen. Die Webseite ist mittlerweile offline.

Die Durchsuchungen richteten sich gegen 22 Verdächtige zwischen 17 und 55 Jahren. Die Ermittler konnten Servertechnik und mehrere Datenträger beschlagnahmen. Daneben stellte die Polizei auch Sprengstoff und Rauschgift sicher. Im Raum stehen Straftaten rund um das Waffengesetz, das Sprengstoffgesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Betäubungsmittelgesetz.

Polizei Göttingen mit Cybercrime-Expertise

Bereits im Jahr 2011 führte die Polizei Göttingen eine Ermittlungseinheit zur Bekämpfung von Cybercrime ein. Besonders im Fokus stehen die Computer- und Serversabotage im Verbund mit Erpressung, finanzielle Fälschungen, Betrugsdelikte des Waren- und Warenkreditbetrugs über Fakeshops, Fälschungen und Sexualdelikte wie die Verbreitung von Kinderpornografie.

Fazit

Die Polizei nahm keine der Beschuldigten fest. Bisher bestünden keine Anhaltspunkte für eine Flucht- oder Verdunklungsgefahr, so der Leiter der Zentralstelle Cybercrime der Staatsanwaltschaft Göttingen. Die Polizei wertet derzeit das beschlagnahmte Material aus.

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