Lenovo: Crapware macht Laptops anfällig für Manipulationen

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Schon 2015 hatte man dem chinesischen Hersteller Lenovo vorgeworfen, die eigenen Geräte mit Spyware auszustatten. Nicht umsonst hatte es daraufhin eine Strafe in Millionenhöhe gegeben – und auch strenge Auflagen durch die US-Finanzaufsichtsbehörde FTC. Wenig erstaunlich, dass Lenovo seitdem verstärkt im Fokus der Aufmerksamkeit steht. Nun hat sich herausgestellt: Die Systemsoftware macht die Laptops anfällig für Manipulationen von außen.

Systemsoftware Lenovo Solution Center ist Grund für die Schwachstelle

Ausgerechnet die vorinstallierte Systemsoftware ist die Ursache für die vermutete Schwachstelle. Das Lenovo Solution Center (kurz: LSC) weist offenbar große Schwachstellen auf – eine Bestätigung durch Lenovo diesbezüglich blieb bisher aber aus. Besonders heikel: Durch die Schwachstelle ist es möglich, dass jeder auf dem System angemeldete User die gesammelten Log-Dateien überschreiben und somit manipulieren kann. Das bedeutet im worst case auch, dass sich jeder angemeldete User zum Admin ernennen kann.

Crapware lässt Manipulationen zu

Natürlich geht das nur dann, wenn der User tatsächlich auch im System angemeldet ist. Allerdings ist dies auch vorstellbar durch den Einsatz von Malware oder indem sich Dritte ins System einhacken. Dennoch macht gerade der Umgang des Unternehmens mit der Sicherheitslücke stutzig: Anstatt hier offen mit Informationen besorgte User und Kunden zu versorgen, spielte Lenovo das Problem herunter – und datierte den Supportzeitraum für die Software um einige Monate zurück.

Software wird von Lenovo nicht mehr eingesetzt

Für alle User, die weiterhin auf Produkte von Lenovo setzen, sollte bei einem Neukauf vernünftigerweise kein Problem auftreten. Die Software wird seit längerem nicht mehr auf den Laptops installiert. Hier setzt man aktuell auf Programme wie zum Beispiel Lenovo Vantage und Lenovo Diagnostics.

Laptops, die noch mit dem LSC arbeiten, sollten zeitnah umgerüstet werden. Ein Umstieg auf die genannten Programme ist dabei das Mittel der Wahl – dies gilt insbesondere für Organisationen und Unternehmen, die in großem Umfang Lenovo-Geräte einsetzen.

Fazit

Wer einen Laptop von Lenovo privat oder auch gewerblich nutzt, sollte sich diesen genau ansehen und auf die Crapware hin überprüfen. Eine Deinstallation ist in diesen Fällen unumgänglich – und nicht schwerwiegend, denn mit den Alternativen sind User auch weiterhin optimal ausgestattet. Einen Fix durch Lenovo gibt es aktuell nicht: Ein Umstieg ist daher die einzige Möglichkeit, die Schwachstelle zu schließen.

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