Malware: Rüstungskonzern Rheinmetall in Amerika betroffen

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Ein Hackerangriff hat die Produktion des Rüstungskonzerns Rheinmetall Automotiv aus Düsseldorf in den Werken in Mexiko, Brasilien und den USA lahmgelegt. Offen ist, wie lange die Produktion nun brachliegen wird – ähnliche Angriffe erfolgten zeitgleich auf das Luftfahrtunternehmen Airbus und auf die Medizinische Hochschule Hannover.

Weltweite Produktionsausfälle durch die Cyberattacke

Das börsennotierte Unternehmen Rheinmetall ist nicht nur als Rüstungskonzern aktiv, sondern hat zudem als Autozulieferer einen großen Anteil an der globalen Automobilproduktion. Durch den Hackerangriff war die gesamte IT-Infrastruktur mit Malware betroffen – nach aktuellen Informationen waren die IT-Systeme anderer Konzernsparten nicht befallen.

Der Cyberangriff wirkt sich maßgeblich auf die Herstellungsprozesse aus und wird sich durch die Unterbrechung für mindestens zwei bis vier Wochen mit Lieferengpässen bemerkbar machen. Von Unternehmensseite erwartet man hier einen Umsatzeinbruch, der einer Summe von drei bis vier Millionen Euro pro Woche entspricht.

Details nicht bekanntgegeben

Rheinmetall selbst wollte Details zum Hackerangriff nicht öffentlich machen. Demnach ist weiterhin unklar, um welche Malware es sich überhaupt handelt und auf welchem Weg diese den Weg ins Unternehmenssystem fand. Das Ausmaß in Form von Produktionsausfall und Lieferengpass lässt nach Expertensicht aber vermuten, dass es sich um einen erfolgreichen Angriff handelte, an dessen Beseitigung aktuell alle verfügbaren Kräfte im Einsatz sind.

Malware immer häufiger als Bedrohung von Unternehmen

Der Angriff durch Schadsoftware ist in immer kürzeren Abständen zur akuten Bedrohung von wirtschaftlichen Interessen geworden. Hier geht es insbesondere darum, Abläufe in den Unternehmen zu stören und somit die eigenen Interessen zu verfolgen. Dafür müssen die Cyber Angreifer übrigens gar nicht direkt bei der IT ansetzen – hier stehen wesentlich einfachere Ziele zur Verfügung, die einen Angriff erleichtern.

Dazu zählen zum Beispiel Klimasteuerungen oder andere „smarte“ Installationen, die nur sehr selten einen umfangreichen Schutzmechanismus aufweisen.

Fazit

Experten erwarten auch in Zukunft eine Verschärfung der Situation und entsprechend eine Zunahme von Hackerangriffen. Durch die zunehmende Digitalisierung und den oft zudem mangelhaften Schutz machen Unternehmen es den Angreifern einfach – sie nutzen die Lücke, die sich aus unzureichender Absicherung und fehlendem Zugangsschutz zu Endgeräten und den unternehmensinternen Netzwerken ergibt.

Einzig die Implementierung von funktionierenden Schutzmechanismen könnte hier wirksam Angriffen entgegenwirken – leider werden diese aus Gründen der besseren Performance aber nicht genutzt.

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