US-Wahlen 2020: Angriff iranischer Hackergruppe auf Microsoft-Kunden

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Schon bei den letzten US-Wahlen war gemutmaßt worden, dass Hacker einen großen Einfluss auf den Wahlverlauf und die im Vorfeld stattgefundenen Kampagnen genommen hatten. Dies ist auch bei der anstehenden Wahl 2020 von Relevanz – hier verdichten sich Hinweise darauf, dass eine iranische Hackergruppe gezielt versucht, Microsoft-Konten anzugreifen und so entsprechend Einfluss zu nehmen.

Cyber-Angriffe auf hunderte Konten

Laut Auskunft von Microsoft kam es innerhalb von 30 Tagen zu 241 Angriffen auf die E-Mail-Konten von Microsoft Kunden. Diese gehören zum Teil früheren oder immer noch aktiven US-Regierungsmitarbeitern, aber auch Journalisten oder im Ausland lebenden Iranern. Die Hacker versuchten dabei, die Konten der User zu übernehmen – dies sollten zielgerichtete Phishing-Angriffe bewerkstelligen. Von den 241 Angriffen haben ganze vier Angriffe zum Erfolg geführt: Hier wurden die Konten nachweislich gekapert. Microsoft hat daraufhin die User informiert und die gehackten Konten parallel gesichert.

Angriffe sind technisch wenig durchdacht

Im Gegensatz zu anderen Hacking-Gruppen ist das Vorgehen der iranischen Cyber-Angreifer wenig durchdacht und zeigt deutliche technische Defizite. Vermutet wird allerdings, dass die Hacker-Gruppe namens „Phosphorus“ sogar Unterstützung durch die iranische Regierung erfährt. Denkbar ist daher ein Einmischungsversuch in demokratische Entscheidungsprozesse – wie eben aktuell bei der bevorstehenden US-Wahl. Unklar bleibt, welche Kampagne konkret von den Hackern angegriffen wurde.

User sind zur Wachsamkeit aufgerufen

Die Hackergruppe ist kein unbeschriebenes Blatt, denn: Bereits Anfang des Jahres war sie durch Phishing-Angriffe aufgefallen – auch hier spielte Microsoft eine Rolle, denn die Angreifer bedienten sich damals gefälschter Microsoft-Websites, um Daten und Passwörter auszuspionieren. Microsoft fordert Kunden und Kontoinhaber zu verstärkter Wachsamkeit auf und empfiehlt für exponierte Personen die Nutzung des Schutzprogramms AccountGuard.

Fazit

Wenn demokratische Wahlen auf dem Programm stehen, dann ist es im Interesse aller, mit wachsamen Augen die Einflussnahme von außen zu beobachten. Sichere Wahlen sollten dabei das Hauptziel der Beteiligten sein – völlig unabhängig davon, von wo die Einflussnahme erfolgt. Waren das bei den US-Wahlen 2016 offensichtlich noch russische Interessen, spielen bei der aktuellen Wahl iranische Interessen eine Rolle. Die Tatsache, dass die Phishing-Attacken bisher nur mäßig erfolgreich waren, bedeutet nicht automatisch eine Entwarnung: Experten gehen davon aus, dass die Gruppe auch weiterhin versuchen wird, Informationen zu gewinnen und persönliche Daten abzugreifen.

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