Daten-Leak bei Adobe: 7,5 Millionen Kundenkonten einsehbar

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Kaum eine Woche vergeht, ohne dass ein Unternehmen eine Datenpanne eingestehen muss. Vor wenigen Tagen war jetzt Adobe dran. Bei einem Daten-Leak waren 7,5 Millionen Konten von Kunden mit einem Creative Cloud Abo öffentlich und ohne Authentifizierung einsehbar. Wie konnte es zu der Datenpanne kommen? Welche Daten standen offen im Netz? Und welche Gefahr droht Adobe-Kunden jetzt?

Welche Daten waren einsehbar?

In der Datenbank waren unter anderem E-Mail-Adresse, Datum der Kontoerstellung, Abostatus der genutzten Adobe-Produkte, Member-ID, Land, Zahlungsstatus und letzter Login einsehbar. Passwörter oder Zahlungsdetails waren nicht dabei.

So lange war die Datenbank einsehbaDer Sicherheitsforscher Bob Diachenko und das Unternehmen Comparitech hatten das Datenleck am 19. Oktober bemerkt. Sie meldeten dies sofort Adobe. Der Anbieter schaltete die Datenbank darauf ab. Es ist nicht bekannt, wie lange die Daten offen im Netz waren und ob bereits wer anderes darauf zugegriffen hatte. Diachenko geht davon aus, dass die Daten rund eine Woche öffentlich zugänglich waren.

Wie hat Adobe auf den Vorfall reagiert?

Adobe gab an, dass es sich um eine Prototyp-Datenbank gehandelt habe. Diese sei nicht mit den Adobe-Kernprodukten und -diensten verbunden gewesen. Das Unternehmen wolle den Entwicklungsprozess prüfen, um künftig derartige Datenlecks zu verhindern.

Welche Gefahr droht Adobe-Kunden?

Dritte könnten die Informationen aus der Datenbank für Phishing-Attacken nutzen. Denn: Angreifer wüssten so, welche Kunden das Creative Cloud Abo besitzen und könnten diese per E-Mail anschreiben. Auf diese Weise könnten sie in den Besitz der Kennwörter der User kommen.

Was müssen Adobe-Kunden jetzt tun?

Kunden der Adobe Creative Cloud müssen nicht tätig werden. Sie sollten jedoch Mails mit Bezug zu Adobe, die sie zum Beispiel zu einem Linkklick auffordern, vorher genau prüfen.

Fazit

Das ist nicht der erste Leak, den Adobe hinnehmen musste. 2013 erbeuteten Hacker Daten von rund 38 Millionen Adobe-Kunden. Darunter fanden sich auch Zugangs- und Bezahldaten.

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