Sicherheitslücke: WhatsApp verklagt Trojaner-Hersteller

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Spyware kann auf Rechnern und auch auf mobilen Endgeräten dafür sorgen, dass persönliche Daten in großem Umfang ausspioniert werden. Über WhatsApp hatte ein Trojaner-Hersteller gezielt eine Schwachstelle des Messenger-Systems ausgenutzt, um die Spyware Pegasus zu installieren. Rund 1400 Smartphones wurden dabei angegriffen. Nun muss sich der Hersteller vor Gericht für die Angriffe verantworten.

Pegasus griff Opfer auf der ganzen Welt an

Tatzeitraum für die Installation der Spyware war die Monate April und Mai 2019. WhatsApp hat offiziell bekannt gegeben, dass in diesem Zeitraum die Smartphones angegriffen wurden, indem über eine Sicherheitslücke von WhatsApp die Schadsoftware installiert wurde. Intention des Spyware-Angriffs war das Ausspähen der User und die Umgehung der WhatsApp-typischen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung durch Auslesen der Nachrichten. Bevorzugte Ziele waren dabei Journalisten, Menschrechtsaktivisten und Diplomaten – aber eben auch völlig unbeteiligte zivile User.

NSO Group steckt hinter dem Spyware-Angriff

Hinter dem Angriff steckt die israelische NSO Group. Sie ist auch als Hersteller von Trojanern bekannt, weist die Vorwürfe aber weit von sich. In einem Statement machte der CEO der NSO Group klar, dass die Überwachung in den Fällen von Kriminalität und Terrorismus völlig unproblematisch erfolge. Offen blieb dabei aber, wie beide Begriffe zu definieren seien – und wer diese Definition verbindlich vornehmen soll.

Immer öfter Einsatz von NSO Technologie gegen die Zivilbevölkerung

Besonders problematisch erscheint in diesem Zusammenhang, dass von den Angriffen eben auch zahlreiche zivile Opfer betroffen sind. Hier gab es Verbindungen mit den international bekannten Fällen des ermordeten Aktivisten Jamal Kashoggi und des Menschenrechtsaktivisten Ahmed Mansoor. Auch hier kam Pegasus-Malware zum Einsatz und wird damit ebenfalls Gegenstand von Untersuchungen.

Fazit

Nach Bekanntwerden der Sicherheitslücke hatte WhatsApp das Risiko zeitnah beseitigt. Dennoch steht eine hohe Anzahl an betroffener User im Raum – dies muss jetzt im Rahmen eines Prozesses vor einem kalifornischen Gericht aufgeklärt werden. WhatsApp als Tochterfirma von Facebook stehen dabei die Untersuchungen des Citizen Lab der Universität Toronto zur Verfügung, die die Angriffe genau unter die Lupe genommen hat. Interessant ist hier aber auch die Verteidigungsstrategie des Spyware-Herstellers: Dieser beruft sich darauf, lediglich Software zu verkaufen – und nicht dafür verantwortlich zu sein, was die Kunden mit eben dieser Software machen.

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