Unbekannte Schadsoftware: Uni Gießen fährt Server herunter

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Die Justus-Liebig-Universität Gießen ist offline. Am Sonntag, den 08.12., gab es einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall. Die Uni fuhr daher alle Server herunter. Derzeit funktionieren weder das Internet noch die internen Netzwerke und E-Mail-Systeme. Was steckt hinter dem Vorfall? Und wann rechnet die Uni damit, ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen zu können?

Was ist die Ursache für den Shutdown?

Bisher ist unklar, was genau zu dem Vorfall geführt hat. Klar ist: Die Hochschule hat eine unbekannte Form einer Schadsoftware entdeckt. Ob es sich dabei um einen gezielten Hackerangriff oder eine zufällige Infektion handelt, ist ebenfalls unbekannt. Beauftragte Fachleute hätten jedoch erste Hinweise auf einen Cyberangriff gefunden, als sie die technischen Abläufe untersucht haben. Dennoch seien auch andere Ursachen denkbar, so der Präsident der Uni.

Das sind die Auswirkungen des Shutdowns

Der Ausfall von Internet, E-Mail-Systemen und internen Netzwerken bedeutet, dass vor allem die Mitarbeiter in der Verwaltung kaum arbeiten können. Denn: Die Rechner-Arbeitsplätze im Verwaltungsnetz sind nicht nutzbar. Zudem können sich die Studenten keine Vorlesungen herunterladen und keine Bücher aus der Uni-Bibliothek ausleihen oder online lesen. In den Wohnheimen ist ebenfalls kein Internet verfügbar. Der Lehr- und Forschungsbetrieb ist nicht eingeschränkt.

Diese Maßnahmen hat die Universität eingeleitet

Noch am Sonntag hatte die Hochschule einen Krisenstab eingerichtet. Zusammen mit IT-Fachleuten vom Darmstädter Forschungszentrum für Cybersicherheit ATHENE soll dieser das Ausmaß des Schadens bestimmen. Die Universität prüft derzeit alle Systeme einzeln. Auf diese Weise will sie eine mögliche Infizierung ausschließen oder beseitigen.

Zusätzlich hat die Uni zur Überbrückung eine Ersatz-Webseite freigeschaltet. Über Twitter verbreitet sie Hinweise zu Vorlesungen und verweist darauf, bei Fragen zum Telefon zu greifen. Damit den Studenten keine Nachteile entstehen, zum Beispiel aufgrund verpasster Fristen, hat die Hochschule geplant, entsprechende Bescheinigungen für Prüfungsämter auszustellen.
Landeskriminalamt ermittelt

Die Universität kündigte an, Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. Das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sind bereits eingeschaltet.

Fazit

Die Universität weiß derzeit noch nicht, wann sie ihre Systeme wieder hochfahren kann. Bis alle Rechner kontrolliert sind und die Ursache für den Sicherheitsvorfall gefunden ist, könnten mehrere Wochen vergehen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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