Hackerangriff auf die Uni Gießen

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38.000 E-Mail-Konten brauchen neue Passwörter: Das ist das Ergebnis eines mutmaßlichen Hackerangriffs auf die Uni Gießen. Die Hintergründe dazu sind zwar unklar – dennoch war eine erste Maßnahme das Zurücksetzen der Mailkonten von Studenten und Mitarbeitern. Erstaunlich waren die langen Schlangen, die sich bei der Passwortausgabe bildeten: User mussten sich die Passwörter persönlich abholen und zudem mit einem amtlichen Ausweis legitimieren.

Schwerwiegender IT-Sicherheitsvorfall

Öffentlich bekannt wurde das Sicherheitsproblem am 13. Dezember 2019. In einem Brief hatte sich die Leitung der Justus-Liebig-Universität (kurz: JLU) an die Öffentlichkeit gewandt. Wie umfangreich der Schaden an den Servern der Universität ist, ist bis dato noch offen. Allerdings wurde zunächst einmal der gesamte Betrieb offline gesetzt: Internet, E-Mail-Dienst und interne Netzwerke waren vorübergehend nicht nutzbar.

Für Endgeräte wurde Anti-Virensoftware verteilt

Um die weitere Verbreitung der Schadsoftware zu unterbinden, verteilte die Uni Gießen zusätzlich Anti-Viren-Software auf USB-Sticks. Diese sollten dabei helfen, die jeweiligen Endgeräte der Beschäftigten zu scannen. Eine weitere Scan-Runde soll die Maßnahme zeitnah zum Abschluss bringen.

Bis der IT-Betrieb der Universität wieder zur Normalität zurückkehren kann, ist allerdings offen – genauso wie die Hintergründe der Hacking-Attacke. Experten gehen davon aus, dass es noch Wochen oder sogar Monate dauern wird, bis alle Auswirkungen des Angriffs beseitigt sein werden. Betroffen ist davon übrigens auch die Ausleihe in der Bibliothek, das Prüfungsamt und die Studentenwohnheime, in denen es aktuell kein WLAN mehr gibt.

Unbekannte Variante einer Schadsoftware als Ursache

Die Tatsache, dass die Systeme der JLU komplett vom Netz genommen wurden, liegt insbesondere im Umstand begründet, dass die Angreifer eine unbekannte Variante einer Schadsoftware eingesetzt haben. Immerhin besteht auf Seiten der Universitätsleitung immer noch Hoffnung, dass große Teile der vorhandenen Daten und Informationen gerettet werden können.

Fazit

Der Angriff auf die JLU ist der erste Hackerangriff auf eine deutsche Universität mit derart gravierenden Ausmaßen. Zeitgleich zu den ersten Maßnahmen erstattete die Universitätsleitung auch Strafanzeige. Glück im Unglück: Private Endgeräte von Studierenden sind aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von dem Befall betroffen – sie mussten lediglich neue Passwörter abholen. Was allerdings mit den Studenten ist, die sich aktuell im Ausland befinden, ist unklar: Sie können weder persönlich in Gießen vorbeischauen noch eine Vertretung schicken. Diese ist nämlich gemäß den rechtlichen Vorgaben ausgeschlossen.

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