Cyberattacke: Verwaltung in Potsdam lahmgelegt

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Die Verwaltung der Stadt Potsdam ist offenbar Opfer eines Cyberangriffs geworden. Auffälligkeiten im IT-Verwaltungssystem legen den Verdacht nahe – und haben dafür gesorgt, dass die Internetverbindungen gekappt wurden. Die Erreichbarkeit per E-Mail ist ebenfalls nicht mehr gegeben, allerdings sollen sämtliche Systeme so schnell wie möglich wiederhergestellt werden.

Hintergründe der Cyberattacke unklar

Unklar ist aktuell, wer hinter dem Hackerangriff steckt und welche Agenda der oder die Täter verfolgen. Allerdings hatte sich die Cyberattacke schon vor zwei Tagen angekündigt: Zahlreiche Ungereimtheiten waren in den zentralen Netzzugängen auffällig geworden. Schwachstelle ist nach offizieller Aussage das System eines externen Anbieters – Details dazu teilte der Oberbürgermeister von Potsdam jedoch nicht mit.

Die Schwachstelle sorgte nicht nur dafür, dass es zum Versuch kam, von außen Daten abzurufen, sondern auch dazu, dass versucht wurde, Schadsoftware zu installieren.

Schäden sind noch nicht absehbar

Noch nicht sicher ist, ob der Angriff der Cybergangster für konkreten Schaden gesorgt hat. Dies ist in den nächsten Tagen die Aufgabe der Experten. Sowohl Mitarbeiter der IT-Abteilung als auch externe Sicherheitsspezialisten und IT-Forensiker untersuchen derzeit die Verwaltungssysteme.
Die Verwaltung selbst ist vorerst nicht über Mail erreichbar. Auch die Nutzung der Software ist Einschränkungen unterworfen. Bürgern ist es daher derzeit nicht möglich, Personalausweise und Reisepässe zu beantragen. Ebenso betroffen sind Services wie An- und Ummeldungen.

Anzeige gegen Unbekannt

Die Täter sind bisher nicht bekannt – die Stadt Potsdam hat daher zunächst eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Parallel dazu wurden die Landesstellen für IT-Sicherheit und Datenschutz informiert. Zu klären bleibt auch, ob bei der Attacke personenbezogene Daten entwendet wurden. Dies würde eine Meldung nach Art. 33 der europäischen Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) notwendig machen.

Fazit

Die Aufklärung des Hackerangriffs ist jetzt primäres Anliegen der Behörden – aber auch natürlich, die volle Funktionstüchtigkeit der Systeme wiederherzustellen. Der Angriff erinnert übrigens nicht nur auf den ersten Blick an den Hackerangriff auf die Uni Giessen vor ein paar Tagen. Auch da hatten Cyber-Ganoven den Universitätsbetrieb lahmgelegt – die Verwaltung musste gezwungenermaßen offline gehen. Ursache in Giessen war der unbedarfte Umgang mit E-Mails gewesen. Ob dies nun auch in Potsdam der Fall ist, werden die Ermittlungen zeigen. Auffällig ist, dass immer öfter öffentliche Arbeitgeber wie Kommunen und Landkreise von derartigen Attacken betroffen sind – dies sollte in Zukunft Anlass für Verbesserungen sein.

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