Huawei-Spionage: Deutsche Sicherheitsbehörden zweifeln an US-Beweisen

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Die US-Regierung ist überzeugt: Huawei spioniert über seine Netzwerkkomponenten Deutschland aus. Dafür habe man Beweise. Deutsche Sicherheitsbehörden haben darauf jetzt reagiert. Sie sehen keine Beweise, dass der chinesische Telekommunikationsausrüster die Hintertürchen der Strafverfolgungsbehörden für eigene Zwecke missbraucht. Welche Beweise will die US-Regierung für eine Spionage gefunden haben? Und wie sieht die Telekom die Einschätzung der USA?

USA ist von Huawei-Spionage überzeugt

Die US-amerikanische Regierung legte ein Dossier vor, das angebliche Beweise für eine chinesische Spionage liefern soll. Konkret will die USA Abhörtechnik in Sendemasten von Huawei entdeckt haben. Sie verortet diese in der Nähe von amerikanischen Atomwaffen-Stützpunkten. Chinas Geheimdienste könnten zweifellos auf die Huawei-Technik zugreifen.

In der Praxis sollen die Chinesen laut des Dossiers eine Schnittstelle im Mobilfunknetz nutzen, die eigentlich Behörden für legale Überwachungsmaßnahmen verwenden. Huawei könne darüber heimlich Daten abgreifen. Diese Daten würde das Unternehmen weltweit verkaufen, so die Einschätzung der US-amerikanischen Regierung.

Deutsche Sicherheitsbehörden finden US-Beweise nicht überzeugend

Deutsche Sicherheitsbehörden zweifeln an den Behauptungen der USA. So stuften unter anderem das Auswärtige Amt, das Innenministerium und das Wirtschaftsministerium die vermeintlichen Beweise als nicht überzeugend ein. Sie seien „wenig erhellend“. Dennoch sei Huawei ein unkalkulierbares Risiko für die deutsche IT-Sicherheit. Die Bundesregierung hat derzeit noch nicht entschieden, ob es das chinesische Unternehmen am 5G-Ausbau beteiligen will.

Wie stuft die Telekom die Beweise der USA ein?

Die Deutsche Telekom glaubt, dass es für China unmöglich sei, unbemerkt Daten aus dem Netz abzugreifen. Denn: Das Netz sei mit höchstmöglicher Sicherheit aufgebaut. Zudem würden Behörden die Hintertüren über ein getrenntes Netz nutzen. Jeder Zugriff darauf würde protokolliert. Die dafür notwendige Technik stamme von einem deutschen Anbieter.

Fazit

Huawei wies die Anschuldigungen der US-Regierung zurück. Es handele sich um haltlose Vorwürfe. Die USA habe keine konkreten Beweise. Huawei hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass das Unternehmen niemals etwas tun würde, das die Sicherheit der Netzwerke und der Daten seiner Kunden gefährde.

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