Google AdSense: Erpressermasche fordert 5.000 Dollar

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Erpressermaschen sind derzeit vor allem in Verbindung mit dem Trojaner-Virus Emotet bekannt. Dabei verschlüsseln Angreifer Dateien eines Systems und fordern eine Zahlung, wenn die Opfer ihre Dateien wieder entschlüsselt haben wollen. Jetzt ist ein Erpresserfall aufgetreten, der das Google-AdSense-Programm von Webseitenbetreibern lahmlegen soll. Was müssen Seitenbetreiber wissen?

Wie sieht die AdSense-Erpressung aus?

Ein Seitenbetreiber erhielt eine Mail, die damit droht, eine Welle an Bot-Traffic auf seine Webseite loszulassen. Der Traffic würde eine 100-prozentige Absprungrate und Tausende wechselnder IPs haben. Zudem würden die Bots immer wieder auf jeden AdSense-Banner auf der Webseite klicken. Das Resultat: Google sperre den AdSense-Account. Das hieße für den Webseitenbetreiber: Er würde seine Werbeeinnahmen verlieren. Das könne er nur verhindern, indem er innerhalb von 72 Stunden 5.000 US-Dollar in Bitcoins überweise. Der Absender der Mail nennt sich selbst „Adsense Syndicate“.

Der Seitenbetreiber wandte sich mit der Erpressermail an den IT-Sicherheitsexperten Brian Krebs. Dieser veröffentlichte den Fall.

Wie schätzen Online-Marketing-Experten den Fall ein?

Brian Krebs stuft die Mail als leere Drohung ein. Online-Marketing-Experten hatten bisher nicht von einer AdSense-Erpressung gehört. Sie können sich jedoch vorstellen, dass die Masche funktioniert. Dennoch glauben sie auch, dass Google dafür schnell eine Lösung finden werde. Denn: Die Masche schade Googles Ökosystem. Fakt ist jedoch: Der betroffene Seitenbetreiber musste feststellen, dass er mehr invaliden AdSense-Traffic erhält.

Wie schützt Google Seitenbetreiber vor Bot-Angriffen?

Google wollte sich zu dem konkreten Fall nicht äußern. Es ließ jedoch wissen, dass das Unternehmen Sicherheitsvorkehrungen treffe, um genau so eine Sabotage zu verhindern. Erst im August letzten Jahres hatte Google ein System eingeführt, das ungültige Seitenaufrufe noch besser erkennen soll, bevor Werbeanzeigen geschaltet werden. Publisher und Werbetreibende seien so davon erst gar nicht betroffen.

Praxis-Tipp

Seitenbetreiber, die eine derartige Erpressermail bekommen sollten, finden in der AdSense-Hilfe Tipps, wie sie damit umgehen können. Und: Sie sollten sich direkt an den Kundensupport von Google wenden.

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