Switch: Nintendo verklagt Anbieter von Hacks

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Die Hackergruppe „Xecuter“ hat Hacks entworfen, über die Nintendo-User auf ihrer Switch raubkopierte Spiele verwenden können. Mehrere Webseiten bieten diese Hacks zum Kauf an. Auf diese Weise entstehen sowohl Nintendo als auch den Entwicklern von Switch-Games finanzielle Schäden. Der japanische Konzern hat daher jetzt Klage gegen die Verkäufer eingereicht. Wie funktioniert der Hack? Und was will Nintendo mit den Klagen erreichen?

Gegen wen klagt Nintendo?

Das US-Spielemagazin Polygon berichtet: Nintendos erste Klage richtet sich gegen die Webseite „Uberchips“. Die zweite Klage richtet sich gegen mehrere, ähnliche Webseiten, die den Hack für die Switch ebenfalls verkaufen. Nintendo hat die Klagen vor wenigen Tagen in den USA eingereicht.

Was genau verkaufen die Webseiten?

Die Webseiten verkaufen USB-Kits. User können darüber auf ihrer Switch ein manipuliertes Betriebssystem installieren. Dies stammt von der Hackergruppe Xecuter“. Es kostet rund 50 US-Dollar. Einmal installiert, können Nutzer raubkopierte Spiele von einer Speicherkarte ausführen.
Die USB-Kits funktionieren nur auf Switch-Modellen, die vor Juni 2018 produziert wurden. Sie nutzen dabei einen Fehler in der Hardware, den Nintendo nicht per Update beheben kann. Spätere Switch-Versionen haben diesen Fehler nicht mehr. Sie konnten bisher nicht gehackt werden. Die Hackergruppe „Xecuter“ arbeitet aktuell jedoch daran, auch für die neuen Switch-Modelle und die Switch Lite einen Hack zu veröffentlichen.

Das will Nintendo mit den Klagen erreichen

Nintendo fordert von den Webseiten, die Hacks für die Switch nicht weiter zu verkaufen. Sie sollen für jedes verkaufte USB-Kit 2.500 US-Dollar zahlen. Zudem sollen die Hack-Kits beschlagnahmt und zerstört werden.

Darüber hinaus will das japanische Spieleunternehmen verhindern, dass der neue Hack in den Verkauf geht. Nintendo geht laut Klageschrift davon aus, dass der Release kurz bevorsteht. Der neue Hack soll bereits hunderte Male vorbestellt sein.

Fazit

Nintendo geht regelmäßig juristisch gegen illegale Spielekopien vor. Erst im Sommer 2018 hatte das Unternehmen die Betreiber von Spiele-ROMs verklagt. Über einen Emulator konnten User so alte Nintendo-Spiele zocken. Die Betreiber mussten 12 Millionen US-Dollar an Nintendo zahlen. In 2016 gewann das Unternehmen einen jahrelangen Prozess um die sogenannten Slot-1-Karten. Mit diesen konnten Nutzer die Kopierschutzmaßnahmen der Nintendo DS umgehen.

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