Ransomware: Hacker erbeuten Hunderttausende Passdaten von Reisenden

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Im Frühjahr veröffentlichten Hacker personenbezogene Daten von Millionen Österreichern im Netz. Darunter waren unter anderem Steuerangaben, Adressen und Geburtsdaten von Selbstständigen aus dem „Ergänzungsregister für sonstige Betroffene“. Jetzt bestätigte die argentinische Einwanderungsbehörde, dass Hacker Hunderttausende Passdaten abgreifen konnten – darunter Daten von 12.000 Deutschen. Wie lief der Datenangriff ab? Und welche Daten konnten die Hacker erbeuten?

Wie lief der Datenangriff ab?

Die Hacker verschafften sich Ende August über die Ransomware Netwalker Zugang zum System der argentinischen Einwanderungsbehörde. Die Software entwendete zunächst die Daten und verschlüsselte sie dann im System der Behörde. Die Hacker forderten ein Lösegeld in Höhe von 4 Millionen US-Dollar.

Grenzbeamte der Behörde hatten berichtet, dass mehrere IT-Systeme ausgefallen seien. Die Behörde hatte diese dann heruntergefahren, um eine weitere Ausbreitung der Schadsoftware zu verhindern. Die Hacker hatten bis dahin jedoch bereits Hunderttausende Daten entwendet.

Darum landeten die Daten im Netz

Die argentinische Einwanderungsbehörde zahlte das Lösegeld nicht. Die Hacker luden dann eine rund 2 GB große Datei im Web hoch. Am 10. September veröffentlichten sie Link und Passwort zu der Datei auf einem Blog im Darknet.

Diese Daten konnten die Hacker erbeuten

Die Datei umfasst Daten von Hunderttausenden Reisenden aus verschiedenen Ländern, die zwischen Februar und April 2020 in Argentinien ein- oder ausgereist sind. Darunter sind Informationen wie Namen, Geburtsdaten und Passnummern. Betroffen sind 12.000 Deutsche, unter anderem auch ranghohe Diplomaten. Ebenfalls betroffen: 11.000 Schweizer und Bürger aus Argentinien, Frankreich, Kanada und Israel.

Die gestohlenen Daten machen rund ein Prozent der jährlich anfallenden Daten zu Reisebewegungen in Argentinien aus. Das ließ die Einwanderungsbehörde in einem Statement auf Twitter wissen. Und: Die Datenbank selbst sei nicht kompromittiert worden.

Fazit

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnte, dass die Kriminellen die Daten für einen Identitätsdiebstahl nutzen könnten. Sie könnten beispielsweise im Namen der Betroffenen Online-Konten eröffnen. Das Innenministerium gab an, es nicht für nötig zu halten, den Betroffenen einen neuen Pass auszustellen.

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