IT-Sicherheit: Lieferando bestätigt Datenleck

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Erst kürzlich meldete Airbnb ein Datenleck. So konnten Hosts in ihrem Account nicht mehr ihre eigenen Nachrichten, sondern die von anderen Gastgebern einsehen. Dabei hatten sie unter anderem Zugang zu persönlichen Daten wie Hostnamen, Profilbildern und der Anzahl von Buchungen aus den letzten 30 Tagen. Jetzt musste der Lieferdienst Lieferando ein Datenleck hinnehmen. Wie kam es zu dem Leck? Und wer konnte welche Daten einsehen?

So kam es zum Datenleck bei Lieferando

Lieferando gab an: Das Unternehmen hatte zunächst ein Problem mit einem Caching-Server. Dieser fiel aus. Das hatte Folgen: Kunden konnten auf der Webseite und in der App von Lieferando im Bestellformular Daten von anderen Nutzern einsehen.

Welche Daten konnten User einsehen?

Kunden konnten unter anderem persönliche Daten wie Namen, Lieferadressen und E-Mailadressen von fremden Usern einsehen.

Hat Lieferando den Fehler behoben?

Lieferando gab an, dass es sich nur um einen kurzen Server-Ausfall gehandelt habe. Das Unternehmen habe das Problem mittlerweile behoben. Twitter-Nutzer berichteten jedoch auch einen Tag nach dem Serverausfall, dass in ihrer Bestellung plötzlich falsche Namen oder teilweise fremde Adressen auftauchten. Sie hätten Lieferando anrufen müssen, um die Bestellung zu korrigieren. Es ist unklar, ob es sich dabei um den gleichen Fehler wie am Vortag handelte.

Datenleck bei 4sellers

Erst kürzlich berichtete der Branchendienst Wortfilter: Die E-Commerce-Software 4sellers wies 2 Jahre lang eine Sicherheitslücke auf. Dabei sollen Dritte ERP-Datenbanken von 4sellers eingesehen haben können. Wortfilter geht davon aus, dass so Einkaufspreise, API-Schlüssel, Artikeldaten, Rechnungen und Lieferantendaten offenlagen. Daneben sollen auch Endkundendaten wie Rufnummern und Bezahldaten einsehbar gewesen sein.

Fazit

Lieferando ließ wissen, den Serverausfall und das Datenleck derzeit aufzuarbeiten. Es ist unklar, inwieweit Kunden fremde Nutzerdaten einsehen konnten. Und: Es ist auch unklar, wie viel Kundendatensätze betroffen waren. Lieferando prüfe zudem, ob es sich um einen Vorfall handelte, den es den Datenschutzbehörden melden muss.

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