Steam-Attacke: Wurden doch Kundendaten entwendet?

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Hacker hatten sich in den vergangenen Tagen Zugang zu den Foren der Spiele-Anbieter-Plattform Steam verschafft. Obwohl dementiert wurde, dass Kundendaten entwendet wurden, beseht nun doch die Möglichkeit, dass Passwörter und verschlüsselte Kreditkarteninformationen gestohlen worden sind.

Forennutzer sollen Passwörter ändern

Bei Steam handelt es sich um eine Plattform, die als Kopierschutz und eine Art Social Network dient, zum Spielen diverser neuer PC-Spiele. Mehrmals machte sich bereits Unmut darüber breit, dass sie Software zwangsweise installiert werden muss, um viele neue Spiele spielen zu können.

Dieser Zwang könnte nun dazu geführt haben, dass einige Spieler, welche die Plattform nur notwendiger Weise installiert haben, unfreiwillig ihre Daten an Dritte verloren haben. So verschafften sich Hacker in dieser Woche Zugang zum Forum der Plattform Steam. In Folge des Angriffs wurde das Forum vorübergehend vom Netz genommen, um Informationen über die Attacke zu erhalten.

Dabei hätten die Kriminellen laut heise online offensichtlich doch Zugang, was bislang dementiert wurde, zur Steam-Datenbank, sodass Informationen von einigen der 35 Millionen genutzten Steam-Accounts entwendet worden sein könnten. Dazu zählen Daten wie Passwörter, Namen, verschlüsselte Kreditkarteninformationen, Rechnungsadressen und Kaufbestätigungen. Deshalb werden User des Forums nun dazu angehalten, ihre Passwörter zu ändern.

Bislang keine Beweise für Datendiebstahl

Zwar bestehe die Möglichkeit, dass Nutzerdaten entwendet worden sein könnten, doch wisse man bislang weder, wie viele Accounts betroffen wären, noch hätte man Beweise für einen tatsächlichen Zugriff auf die Kundeninformationen.

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Obwohl die Anmeldedaten von Account-Nutzern, die gleichzeitig auch das Forum nutzen, unterschiedlich sein könnten, wird nun dazu aufgerufen, beide Passwörter zu erneuern. Gerade diejenigen, die das gleiche Passwort für Forum und Account nutzen, sollten diesen Rat befolgen.

Letztlich zeigt diese Online-Attacke gegen die viel genutzte Plattform, dass ein Online-Zwang für Spieler oftmals benachteiligend wirken kann. Diese jüngste Tatsache im Zusammenhang mit Steam wird die Diskussionen erneut anheizen, vor allem in Anbetracht dessen, dass gerade mit Call Of Duty: Modern Warfare 3 und The Elder Scrolls V: Skyrim zwei neue Steam-pflichtige Spiele auf dem Markt erschienen sind.

Fazit

Es bleibt zu hoffen, dass keine Nutzerdaten entwendet werden konnten. Wie dieser Bericht zeigt, sollten Spieler gut überlegen, wie viele und welche Daten auf Online-Plattformen hinterlegt werden. Vor allem Eltern sollte dabei ein helfendes und wachsames Auge auf ihr Schützlinge werfen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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