Sicherheitslücke bei Vodafone Routern: Was Betroffene beachten sollten

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Kürzlich wurde bekannt, dass es bei bestimmten Vodafone Routern gravierende Sicherheitsprobleme gibt. Werden diese ausgenutzt, ist es den Angreifern möglich, über einen Datenzugriff Informationen zu kopieren und den Internetanschluss für Aktivitäten wie illegale Up- und Downloads zu benutzen.

Bundesamt gibt Sicherheitswarnung heraus

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt davor, dass es bei bestimmten Vodafone-Routern (Easyboxen 800-803 sowie 600-602, die vor August 2011 produziert wurden) eine Sicherheitslücke geben kann. Das Bundesamt ordnete diese Sicherheitslücke mit der zweithöchsten Risikostufe ein. Die Schwachstelle ergibt sich dabei aus den Voreinstellungen der WLAN- Zugangsdaten, wenn diese unverändert nach dem ersten Setup beibehalten wurden.

Mithilfe spezieller Programme kann aufgrund der Voreinstellungen die MAC Adresse (Media-Access-Control-Adresse) des Routers ausgelesen werden kann und mittels dieser dann das WLAN-Passwort sowie die WPS-PIN errechnet werden kann. Mithilfe dieser Daten kann ein unbefugter Dritter dann problemlos den Internetanschluss nutzen. Vor allem, wenn der Anschluss dann für illegale Up- und Downloads oder sogar für die Verbreitung kinderpornografischer Werke benutzt wird, drohen den Anschlussinhabern schwere rechtliche Konsequenzen.

Was kann gegen die Schwachstelle unternommen werden?

Die Einstellungen sollten von den betroffenen Nutzern umgehend geändert werden. Vodafone wusste nach Angaben von Stefan Vieböck, der die Sicherheitslücke entdeckt hatte, bereits seit 2012 von der Schwachstelle. Mittlerweile hat sich auch Vodafone zu der Sicherheitslücke bekannt, sich per E-Mail an Kunden gewandt und auf Tipps veröffentlicht. Hierbei wird vor allem die Notwendigkeit von individuell vergebenen Passwörtern herausgestellt. Zudem soll das WPS gänzlich deaktivert werden, um die Ermittlung der MAC Adresse und das Auslesen der Daten zu verhindern. Über einen weiteren Link führt Vodafone seine Kunden durch das Einstellungsmenü der Easybox.

Da es bei erfolgtem Auslesen der Daten immer wieder möglich ist, den Zugang zu nutzen, ist den Betroffenen dringend zu empfehlen, die Einstellungsänderungen vorzunehmen. Da bei illegaler Nutzung des Internets der Anschlussinhaber als sogenannter Störer häufig haftet, drohen sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Folgen. Zudem kann ein Dritter, der Zugriff auf das Netzwerk nimmt, Daten und Informationen wie Logins und Passwörter mitschneiden.

Fazit:

Betroffene Easybox-Nutzer sollten auf Grund der Sicherheitslücke folgende Maßnahmen ergreifen:

1.)    die werkseitige WPS-PIN ändern
2.)    das WPS gänzlich deaktivieren
3.)    das WLAN-Verschlüsselungs Passwort ändern

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