Google: Rund 5 Millionen Gmail-Konten und zugehörige Passwörter erbeutet

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In einem Bitcoin-Sicherheitsforum wurden 5 Millionen Gmail-Accounts von hauptsächlich englischen, spanischen und russischen Nutzern erbeutet. Laut Google sind aber von den ursprünglich angegeben 60 Prozent nur 2 Prozent der Nutzer akut betroffen.

Kontodaten stammen nicht direkt von Google

Nachdem erst unlängst bekannt wurde, dass Milliarden von E-Mail Kontodaten gesammelt wurden, folgt nun der nächste Fall. Insgesamt wurden 4,93 Millionen Zugangsdaten von Googles Mailservice Gmail veröffentlicht. Die Daten tauchten in einem russischen Bitcoin-Forum auf. Nach Angaben des Nutzers, der die Daten veröffentlicht hat, sollen rund 60 Prozent der Kombinationen aktuell und der Zugang möglich sein. Google hat sich diese Liste vorgenommen und konnte diese Zahl nicht bestätigen. Laut Google gab es zudem keinen Angriff auf Gmail selbst, ein Diebstahl vom eigenen System kann ausgeschlossen werden. Es wird vermutet, dass die Nutzerdaten von verschiedenen Angriffen auf Webseiten sowie durch Phishing- und Mailware-Angriffen zusammengetragen wurden.

Nur 2 Prozent der Daten aktuell

Google hat außerdem die Liste mit seinen eigenen Nutzerkonten abgeglichen. Demnach sei die angegebene Zahl von 60 Prozent nicht richtig. Lediglich 2 Prozent der Daten stimmen mit der Datenbank von Gmail überein und seien daher gefährdet. Google reagierte schnell und zwingt betroffene Nutzer zu einer Passwort-Änderung bei der nächsten Anmeldung. Zudem würden das eigene Sicherheitssystem verdächtige Zugriffe automatisch blockieren. Für die Sicherheit von Google-Konten stehen 120 Variablen zur Verfügung, die einen unbefugten Zugriff erkennen und blockieren. Der Nutzer wird in diesem Fall aufgefordert, einen über die Mobilfunknummer versendeten Code einzugeben. Das Unternehmen weist seine Nutzer auch weiterhin deutlich auf die Wichtigkeit der Zwei-Faktor-Identifikation hin. Dadurch sei es nicht möglich dass unbefugte sich in das Nutzerkonto einloggen können, ohne das entsprechende Gerät in Besitz zu haben.

Mail.ru und Yandex ebenfalls betroffen

Vor einigen Tagen wurden im selben Forum weitere Daten veröffentlicht. Hierbei handelte es sich um Adressen von Mail.ru und dem Anbieter Yandex. Auch hier ist nicht genau bekannt, woher diese Daten stammen. Einen Zusammenhang mit den 4,5 Milliarden Passwörtern von E-Mail-Konten konnte bisher nicht gefunden werden. Im Falle von Mail.ru handelt es sich um 4,6 Millionen Kontodaten, bei Yandex sind es immerhin 1,25 Millionen. Google Russland untersucht derzeit, woher diese Daten stammen können. Der Suchmaschinen-Spezialist untersucht täglich das Internet nach veröffentlichten Nutzerdaten, sogenannte „credential dumps“, um schnell darauf reagieren zu können. Auch in dieser Woche hat Google mehrere Listen gefunden, unter anderem auch die der rund 5 Millionen Gmail-Nutzerdaten.

Fazit:

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Google nutzt seine Suchmaschinen-Algorithmen offensichtlich auch dazu, das eigene Kontensystem sicherer zu gestalten. Die Suche nach veröffentlichten Listen gestaltet sich bei der Menge an Webseiten des Internets nicht gerade einfach, vor allem weil viele Foren ohne Anmeldung nicht einsehbar sind. Dazu kommen viele Sicherheitskriterien, die Login-Versuche von unbefugten blockieren können. Außerdem bietet Google die Zwei-Faktor-Authentifizierung an, wofür ein vom Smartphone generierter Code zur Anmeldung benötigt wird.

Zusammengefasst kann man sagen, das Google viel für die Sicherheit seiner Nutzer tut. Betroffene Nutzer von Gmail müssen als nächstens ein neues Passwort angeben, um den Dienst weiter in Anspruch nehmen zu können. Man darf also davon ausgehen, dass ein Fremdzugriff in diesem Fall nicht sehr Wahrscheinlich ist. Dennoch sollten die Nutzer gewarnt sein, keine Passwörter wiederholt zu benutzen. Ist eine Webseite einmal gehackt, kann mit dem erbeuteten Passwort auf viele weitere Konten zugegriffen werden.

 

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