Identitätsklau: Tausende Webshops mit gestohlenen Daten angemeldet

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 Immer mehr Internetbetrüger eröffnen unter falschem Namen Onlinestores, um dort mit nachgeahmten Markenprodukten zu handeln. Die Identitäten, die sie verwenden, stammen von nichts ahnenden Usern, die vorher – meist ohne es zu wissen - in unseriösen Shops eingekauft haben. Auch Hunderte Deutsche sind betroffen.

Doppelter Betrug bei unseriösen Webshops

Der Handel mit gefälschten Markenprodukten blüht; gerade im Internet werden Schuhe, Taschen oder Sportartikel mit den Logos großer Hersteller zu vergleichsweise günstigen Preisen angeboten. Wer hier kauft, erhält allzu oft nur eine mittelmäßige Imitation des Originals. Doch immer häufiger werden die Kunden solcher Shops doppelt betrogen: Name, Adresse und Kreditkartennummer werden Monate später noch einmal von Kriminellen verwendet, um weitere Verkaufsseiten für Plagiate zu betreiben.

Abmahnungen und Klagen für ahnungslose Internetuser

Die Namen der tatsächlichen Besitzer der Shops tauchen auf den Webseiten nicht auf. Sie sitzen höchstwahrscheinlich in China; das ergaben die Recherchen des Radiosenders NDR Info, der dem groß angelegten Betrug auf die Spur gekommen ist. Für Adidas, Bogner, Chanel und andere Firmen ist das aber nicht ersichtlich: Die Abmahnungen ihrer Anwälte richten sich an die Person, deren Namen auf der Website zu finden ist. In den USA gibt es bereits mehrere Sammelklagen von Adidas, Michael Kors und anderen betroffenen Herstellern.

Deutsche Polizei ist oft machtlos

Liegt die Klage eines Markenherstellers schon im Briefkasten, empfiehlt es sich, schleunigst zu einer Anwaltskanzlei Kontakt aufzunehmen, die auf IT-Recht spezialisiert ist. Wer befürchtet, selbst bei einem zweifelhaften Händler eingekauft zu haben, sollte außerdem mit Hilfe von Google überprüfen, ob bereits ein Shop auf den eigenen Namen im Netz zu finden ist. Ist das der Fall, raten die Landeskriminalämter zu einer Strafanzeige, die zumindest dokumentiert, dass die Betroffenen nichts mit den kriminellen Handlungen zu tun haben. Erwischt werden die wahren Drahtzieher wohl trotzdem nicht: Nach Erfahrungen der Polizei betreiben sie die Plagiatshops immer nur für kurze Zeit, um dann an anderer Stelle mit einem anderen falschen Namen von vorn anzufangen.

Fazit:

Eine neue Betrugsmethode im Internet hat in den vergangenen Monaten an Bedeutung gewonnen. Betreiber von Onlineshops, die mit Markenimitaten handeln, verwenden Namen und Kreditkarteninformationen ihrer Kunden, um weitere Shops mit gefälschten Produkten zu eröffnen. Auch deutsche Käufer sind davon betroffen. Im schlimmsten Fall drohen ihnen Abmahnungen oder Rechtsstreitigkeiten mit den Markenherstellern.

 

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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