Wiesn: München lässt die „Wiesn“ schützen

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Die bayerische Landeshauptstadt München hat sich die Marke „Wiesn“ schützen lassen. Die Stadt beabsichtigt hierdurch den „guten Namen“ des Oktoberfestes zu erhalten. Als nächster Schritt ist die Eintragung von „Oktoberfest“ als Marke geplant.

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Was ist passiert?

Die Eintragung der Marke „Wiesn“ erfolgte nur eine Woche vor dem Start des Oktoberfestes im Jahr 2018. Die Stadt München trug die „Wiesn“ bei der EUIPO (Intellectual Property Office der Europäischen Union) ein. Die europäische Eintragung der Marke gilt zunächst nur für sechs Produktklassen. Der europäische Schutz der Marke „Wiesn“ ist für zehn Jahre gültig - bis zum 16. Dezember 2025. Der Markenschutz umfasst verschiedene Produktklassen:

  • Kopfhörer
  • Kameras
  • Karaoke-Programme
  • Lautsprecher
  • Reinigungs- und Putzmittel
  • Abfallbeseitigung
  • Schneiderarbeiten und vieles weitere.

Die Stadt München hat sich für die „Wiesn“ eine ganze Reihe von Produktklassen gesichert. Als „Urvater“ der Wiesn ist dies wohl durchaus gerechtfertigt.

Oktoberfest: Anmeldung, um Missbrauch vorzubeugen

Die Marke „Wiesn“ ist derzeit noch nicht für Veranstaltungen eingetragen. In Deutschland und im Ausland gibt es zahllose Bierfeste, die nach dem Vorbild des gleichnamigen Oktoberfestes gestaltet sind. Dies beinhaltet die Gefahr von Namensmissbräuchen. Die Stadt möchte das „Oktoberfest“ und die „Wiesn“ als Marke schützen, um den einmaligen und ursprünglichen Charakter der Veranstaltung in München zu erhalten.

Deshalb nimmt die Stadt München diese Anstrengungen vor. Sie möchte auch einen Markenschutz für das „Oktoberfest“ erreichen. Dazu stellte sie einen Antrag beim Deutschen Patent- und Markenamt und beim EUIPO. Dieser Antrag befindet sich derzeit noch in Bearbeitung.

Warum beantragte die Stadt München das nicht schon früher?

Die Marken „Wiesn“ und „Oktoberfest“ sind beim Deutschen Patent- und Markenamt bereits in Verbindung mit anderen Begriffen geschützt. Bisher sind das „Oktoberfest-Bier“, das „Wiesn Edel“ und das „Wiesn-Virus“ geschützt. Die Stadt München möchte die Marken „Oktoberfest“ und „Wiesn“ eintragen, um einen Missbrauch durch Dritte zu unterbinden.

Fazit

Ob die Eintragung der Marke „Oktoberfest“ glückt, ist abzuwarten. Die Stadt München hat jetzt zumindest schon einmal die Möglichkeit, die Verwendung des Wortes „Wiesn“ zu beeinflussen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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