Plagiathandel: Amazon gründet Abteilung gegen Fälschungskriminalität

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Im Kampf gegen den Verkauf von gefälschten Produkten hat der weltweit größte Online-Händler neue Schritte eingeleitet. Eine hauseigene „Counterfeit Crimes Unit“ soll künftig dafür sorgen, dass Plagiate gar nicht erst den Weg auf die Plattform finden. Dabei setzt man auf erfahrene Ermittler, Datenanalysten und ehemalige US-Bundesanwälte.

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Kriminelle Netzwerke zerschlagen

Mit der Gründung des globalen, multidisziplinären Teams will Amazon ein klares Signal an Produktfälscher senden: Egal, wo sie sich aufhalten oder was sie anbieten – die neue Einheit werde dafür sorgen, dass die Täter effektiver zur Rechenschaft gezogen werden. Denn sie verstoßen nicht nur gegen Amazons Unternehmensrichtlinien, sondern auch gegen das Gesetz. Dank der neuen Task Force könne man zivilrechtliche Verfahren intensiver verfolgen und Markeninhaber bei der Strafverfolgung besser unterstützen, so das Unternehmen. Denn Anklagen und das Einfrieren von Vermögenswerten seien am ehesten geeignet, die Täter zu stoppen.

Ziel: Keine Plagiate mehr im Angebot

Schon vergangenen Jahr setzte Amazon nach eigenen Angaben 8000 Mitarbeiter und 500 Millionen US-Dollar ein, um den Verkauf von imitierten Markenprodukten zu beschränken. Mehr als sechs Millionen unzulässige Angebote seien auf diese Weise blockiert worden. Zweieinhalb Millionen Konten habe man gesperrt, bevor die Verdächtigen auch nur einen Artikel hochgeladen hätten. Das klingt, als könne man mit den Ergebnissen zufrieden sein: 99,9 Prozent der angebotenen Produkte seien in Ordnung, so Amazon. Doch das reicht weder dem Konzern, noch den großen Marken, die trotz der intensiven Bemühungen immer wieder Fälschungen auf der Plattform finden.

Abschreckung nur durch Strafe

Die Anti-Fälschungs-Abteilung setzt bei ihrer Arbeit zum einen auf die Auswertung von Daten. Darüber hinaus soll sie mit externen Quellen zusammenarbeiten, beispielsweise mit Zahlungsdienstleistern. Und natürlich mit den Strafverfolgungsbehörden, denen der Online-Riese für die bisherige Arbeit höchsten Respekt zollt. Voraussetzung für weitere Erfolge sei aber, dass die Regierungen den Stellen ausreichend Ressourcen und Personal zur Verfügung stellten.

Fazit

Nicht zum ersten Mal meldet Amazon neue Maßnahmen, die das Anbieten von Plagiaten verhindern sollen. Bereits im vergangenen Jahr hatte man in Deutschland das „Project Zero“ ausgerufen, mit dem der Anteil von Fälschungen auf null reduziert werden sollte. Dabei wurde vor allem künstliche Intelligenz genutzt, um verdächtige Produkte auf Amazon aufzuspüren.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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