Anti-AfD: Fake-Plakat von Coca-Cola sorgt für Aufregung

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Am Lützowplatz in Berlin steht derzeit ein Plakat mit der Message „Für eine besinnliche Zeit: Sag Nein zur AfD!“. Daneben sind ein Coca-Cola-Weihnachtsmann und das Logo der Getränkefirma zu sehen. Mittlerweile ist klar: Das Plakat ist ein Fake und stammt nicht von Coca-Cola. Wer steckt hinter der Aktion? Und wie haben Coca-Cola und AfD darauf reagiert?

Wer hat das Plakat aufgestellt?

Auslöser der Aktion ist die Seite afdentskalender.de. Dahinter steht ein Zusammenschluss aus 50 Menschen, der sich Modus nennt. Darunter sind Aktivisten, Künstler, Lehrer und Juristen, die sich gemeinsam gegen den aktuellen politischen Rechtsruck wehren wollen. Die Gruppe wollte jedoch nicht bestätigen, das Plakat selbst aufgestellt zu haben.

Das will afdentskalender.de

Mit ihrem Kalender will sich die Initiative gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus richten und für mehr Toleranz und Gleichberechtigung werben. Dabei ruft sie aktiv zum Mitmachen auf. Jeder kann und soll Ideen einsenden, um so die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen.

Auf afdentskalender.de taucht seit dem 1. Dezember jeden Tag ein neues Meme oder eine Aktion auf. Am 4. Dezember fanden Webseitenbesucher dann die Plakat-Aktion. Diese soll die Medienpräsenz für die AfD auf humorvolle und entlarvende Weise brechen.

So hat die AfD auf das Fake-Plakat reagiert

Die AfD war alles andere als erfreut über das Plakat. Der stellvertretende Vorsitzende der AfD Sachen, Maximilian Krah, fragte Coca-Cola auf Twitter, ob politische Statements neuerdings die neue Unternehmensphilosophie seien.

So hat Coca-Cola auf das Fake-Plakat reagiert

Coca-Cola gab an, nichts mit der Aktion zu tun zu haben. Das Unternehmen ließ wissen, dass es weder das Plakat aufgestellt habe noch wisse, wer dahinterstecke. Das Plakat werde von der Stadt abgebaut, da es eine Fälschung und damit eine Rechtsverletzung sei. Die Stadt wolle das Plakat zudem entfernen, da es auf einer Fläche steht, die nicht für Werbung genehmigt ist.#

Der deutsche Kommunikationsdirektor von Coca-Cola, Patrick Kammerer, teilte das Plakat über seinen Twitter-Account mit dem Hinweis „Nicht jedes Fake muss falsch sein“. Diesen Tweet wiederum teilte Coca-Cola Deutschland.

Fazit

Coca-Cola hat für seine Reaktion auf das Plakat viel Lob erhalten. Das dürfte dem Konzern gerade nicht ungelegen kommen. Erst kürzlich erhielt das Unternehmen für sein Mineralwasser Glacéau Smartwater von der Verbraucherorganisation Foodwatch den Negativpreis Goldener Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge“.

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