Vodafone: Führt die Werbung „Sky für unterwegs“ die Kunden in die Irre?

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Die Werbung des Unternehmens „Vodafone“ für dessen Dienste war schon des Öfteren Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen. Nun hat es auch „Sky für unterwegs“ erwischt.

Vodafone bietet begrenztes Datenvolumen an

Die Verbraucherzentrale Bayern ging gegen den Telekommunikationsanbieter Vodafone wegen seines Angebots „Sky für unterwegs“ vor. Kunden, welche die „MobileTV App“ auf ihrem Smartphone oder Tablet besaßen und zusätzlich das Bundesliga-Paket dazu buchten, konnten Spiele der 1. und 2. Bundesliga auch unterwegs ansehen. Dabei machte Vodafone folgende Angaben in der Werbung :

„alle Spiele der Bundesliga und 2.Bundesliga live einzeln sowie in der Konferenz“ und „12,95 EUR mtl. mit 2 GB Datenvolumen on top“.

Dieses Datenvolumen reichte für etwa zwei Spiele, bevor es aufgebraucht war. Wollte der Kunde die Spiele dann weiterhin von unterwegs verfolgen, musste er ein zusätzliches Datenpaket kaufen. Anderenfalls konnte der Nutzer die Sportereignisse für den Rest des Monates nur noch per WLAN ansehen. Die Verbraucherschützer kritisierten, dass der Kunde bei der Angabe „für unterwegs“ davon ausgehe, nicht auf auf eine WLAN-Verbindung angewiesen zu sein. Der Fall landete vor dem Landgericht Düsseldorf.

Kunden gehen von umfassenden Fußballerlebnis aus

Das Landgericht Düsseldorf (Urteil vom 10. Oktober 2014, Az. 38 O 25/14) teilte die Bedenken der Verbraucherzentrale. Die Nutzer gehen aufgrund der Aussagen in der Werbung davon aus, dass sie den ganzen Monat lang jedes Bundesligafußballspiel unterwegs ansehen können. In dieser Erwartung werden sie aber enttäuscht. Gerade wegen des Angebots von zusätzlichen zwei Gigabyte gehen die Kunden davon aus, dass dieses Volumen dafür ausreicht, sämtliche Spiele verfolgen zu können.

Das Gericht stellte aber klar, dass nicht einmal 16 Gigabyte ausreichen würden, um sämtliche Spiele in einem Monat zu übertragen. Aufgrund der Preisangabe werden die Kunden darüber getäuscht, dass sie entweder ein WLAN-Netz nutzen bzw. zusätzliche Daten dazu buchen müssen, sofern sie tatsächlich alle Bundesligaspiele sehen wollen.

Fazit:

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Vodafone hat sein Angebot aber mittlerweile geändert. Allerdings hält die Verbraucherzentrale Bayern auch dieses für irreführend. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich der Fall entwickeln wird.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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