Skimming: Geldautomaten wieder häufiger im Visier von Betrügern

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Das Manipulieren der Karteneinzugsöffnungen zum Erfassen der Kontodaten scheint beliebter geworden zu sein. Aber obwohl im vergangenen Jahr rund 500 Fälle gezählt wurden, sieht die Finanzbranche keinen Grund zur Beunruhigung. Denn dank hoher Sicherheitsstandards in Deutschland müssen für den Schaden in der Regel andere aufkommen.

Anlass zu Vorsicht, aber nicht zu Beunruhigung

Noch immer ist es nicht möglich, das Ausspähen von Kontodaten an Geldautomaten völlig zu verhindern. Nachdem die Zahl der Betrugsversuche durch das sogenannte „Skimming“ in den vergangenen Jahren rückläufig war, ist das Vorgehen 2017 wieder verstärkt wahrgenommen worden. Bei knapp 500 Manipulationen ist ein Schaden von 2,2 Millionen Euro entstanden. Trotzdem gibt die Euro Kartensysteme GmbH, die für die Sicherheit der Zahlungskarten verantwortlich ist, Entwarnung. Denn deutsche Banken und Sparkassen müssen nur rund 15 Prozent dieses Schadens übernehmen.

Deutsche Karten sind besonders sicher

Für den Restbetrag müssen die Länder aufkommen, deren Zahlungssysteme den niedrigsten Sicherheitsstandard aufweisen. So ist es in internationalen Abkommen geregelt. Denn selbst wenn die Kontodaten an deutschen Geldausgabegeräten erbeutet wurden, können sie hier nicht genutzt werden. Dafür sorgen winzige Computer auf den in Deutschland ausgegebenen Zahlungskarten. Sie sorgen dafür, dass bei jeder Benutzung die Echtheit der Karte überprüft und die Daten verschlüsselt werden. In vielen anderen Staaten dagegen sind die kleinen Plastikkarten nur mit leicht zu kopierenden Magnetstreifen ausgestattet. Eine Fälschung fällt hier nicht auf. Das zeigt sich auch an der Verteilung des Schadens mit den hier abgeschöpften Informationen: Der größte Anteil mit 29 Prozent kommt aus Indonesien, an zweiter und dritter Stelle stehen die USA und Australien.

Millionenschaden durch Leichtsinnsfehler

Verbraucher sind in den meisten Fällen sowieso geschützt. Haben sie die wichtigsten Sorgfaltspflichten (siehe dazu unsere Praxis-Tipps am Ende des Beitrags) im Umgang mit dem Plastikgeld erfüllt, übernehmen Banken und Sparkassen den Schaden. Leider ist das nicht immer der Fall: Offenbar neigen noch immer zu viele Menschen dazu, die PIN zusammen mit der Karte im Geldbeutel aufzubewahren. Geht der verloren oder wird gestohlen, können Diebe ganz einfach mit der echten Karte und Sicherheitszahl zum nächsten Automaten spazieren und das Konto leer räumen. Mehr als 10.000 solcher Fälle gab es 2017. Aber die Kartenbesitzer sind offenbar lernfähig: Noch im Vorjahr wurde mit gestohlenen Karten samt PIN sogar 12000-mal abgeräumt.

Praxis-Tipps:

1.) Überlassen Sie Ihre Karte niemals anderen Personen!
2.) Bewahren Sie die PIN immer getrennt von der Karte auf!
3.) Nennen Sie Ihre PIN niemals einer anderen Person, weder persönlich noch telefonisch oder in einer Mail!
4.) Lassen Sie die Karte bei Verlust sofort sperren!

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