Marktmacht: Verbraucher fordern stärkere Regulierung der Digitalkonzerne

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Intransparente Geschäftspolitiken, Datenskandale a la Cambridge Analytica und Hatespeech sei Dank: Verbraucher haben nur wenig Vertrauen in große Digitalkonzerne. Sie fordern daher eine stärkere Regulierung von Facebook, Google und Amazon. Den Plattformen selbst den Rücken zu kehren, kommt für sie dabei jedoch nicht infrage. Was hält sie davon ab?

Studie zur Marktmacht der Digitalkonzerne

Das Meinungsportal Civey hat im Auftrag der Digital-Konferenz „Next Conference“ über 5.000 deutsche Nutzer befragt. Die Studie sollte herausfinden, wie User zur Marktmacht der großen Digitalkonzerne stehen.

So viel Vertrauen haben User in Digitalkonzerne

Immer wieder zeigt sich: Konzerne wie Google und Facebook haben nur wenig Interesse daran, die Daten ihrer User zu schützen. Und: Insbesondere Facebook steht regelmäßig in der Kritik, Hass-Kommentare nicht rechtzeitig zu entfernen. Das Vertrauen der Verbraucher gegenüber den Unternehmen ist daher angeknackst. So gaben 80 Prozent an, kein oder nur wenig Vertrauen zu ihnen zu haben. Lediglich knapp 8 Prozent sehen sich in guten Händen.

Stärkere Regulierung notwendig

Kein Wunder, dass 79 Prozent eine stärkere Regulierung der Konzerne als notwendig erachten. Nur knapp 8 Prozent sprachen sich für weniger Regulierungen aus. Dabei sehen sich die User auch selbst in der Pflicht. Denn: Sie haben es selbst in der Hand, wie viel Reichweite und Macht die Digitalkonzerne haben. So gaben 79 Prozent an, dass Kunden ihre eigene Macht gegenüber den Unternehmen selbst nutzen sollten, um sie zu einem nutzerfreundlicheren und gesetzeskonformeren Verhalten zu bewegen.

Trotz dieser Erkenntnis sehen sich jedoch nur wenige Nutzer in der Lage, auf die großen Anbieter zu verzichten und stattdessen andere zu nutzen. Gut ein Viertel der Verbraucher verriet dabei, aus Bequemlichkeit und Gewohnheit bei Facebook, Google und Co. zu bleiben. Jeweils um die 13 Prozent gaben zu, keine wirklichen Alternativen zu kennen bzw. nicht wechseln zu wollen, da andere Anbieter schlichtweg schlechter seien.

Fazit

Deutsche User sind unzufrieden mit den Digitalriesen. Sie haben dabei jedoch noch nicht den Punkt erreicht, der sie selbst zum Handeln bewegt. Noch verlassen sie sich auf die Regierung, die für ein regelkonformes Agieren der großen Player sorgen soll.

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