Google+: Gemeinnütziges Projekt will sämtliche öffentlichen Inhalte archivieren

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Sind Social-Media-Seiten ein Kulturgut, das für die Nachwelt erhalten werden muss? Das kalifornische „Internet Archive“ hegt daran keinen Zweifel. Für die ehrenamtlichen Unterstützer des Archvierungsteams hat ein Wettlauf mit der Zeit begonnen: Noch bevor Google am 2. April die Löschaktion seiner Plattform startet, wollen sie öffentliche Fotos, Posts und Kommentare in der digitalen Bibliothek abspeichern.

Mit der „Wayback Machine“ ins Internet der Vergangenheit

Schon jetzt umfasst das Archiv ein Speichervolumen von 20 Petabytes. Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 hat die Non-Profit-Organisation rund 345 Milliarden Webseiten kopiert, die inzwischen längst offline sind. Auch Texte, Bücher und Fotos, Video- und Tonmitschnitte sowie hunderttausende Software-Programme können unter https://archive.org/index.php noch eingesehen und genutzt werden. Die Idee dahinter: Sämtliches Wissen, das im Internet existiert, soll dauerhaft allen Menschen zugänglich gemacht werden.

Freiwillige bewahren das digitale Erbe

Seit Anfang März arbeiten die Archivare an einer Mammutaufgabe. Die öffentlichen Inhalte der Plattform Google+ sollen so weit wie möglich gesichert werden. Zu privaten und bereits gelöschten Posts hat das Team keinen Zugang. Sichtbare Fotos und Videos muss man aus Platzgründen stark komprimieren. Außerdem werden pro Eintrag maximal 500 Kommentare mitgenommen. Wer seine Beiträge lieber nicht mehr sehen will, kann sie selbstverständlich aus dem „Internet Achive“ löschen lassen. Ob es allerdings gelingen wird, rechtzeitig sämtliche Inhalte aus 7 Jahren Google+ zu konservieren, ist fraglich.

Google ist nicht an Archivierung beteiligt

Im vergangenen Herbst hatte der Internet-Konzern angekündigt, seine Social-Media-Plattform zu löschen. Der Dienst hatte sich gegenüber Konkurrenten wie Facebook, Instagram und Twitter nicht durchsetzen können. Nachdem im Dezember 2018 zusätzlich ein Sicherheitsproblem bekannt geworden war, ordnete das Unternehmen die Löschung bereits für Frühjahr dieses Jahres an. Seit Januar plant das Team des „Internet Archive“ die Konservierung der Inhalte. Dazu gehört auch die Suche nach Spendern. Denn nach Angaben der Organisation kostet allein das Sichern von einem Terrabyte Daten rund 2000,- US-Dollar.

Praxis-Tipps:

  1. Wer sichergehen will, dass seine öffentlichen Posts nicht im „Internet Archive“ landen, sollte sie jetzt von Google+ löschen.
  2. Für bereits gespeicherte Webseiten kann ein Löschantrag gestellt werden: https://help.archive.org/hc/en-us/articles/360018138951-How-do-I-remove-an-item-page-from-the-site-
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