Abmahnung: Vorsicht vor diesen Werbeaussagen zu Bambusbechern

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Bambus gehört aktuell zu den besonders beliebten Rohstoffen. Hersteller und Händler nutzen diesen vor allem für Kaffeebecher. Sie werben dann oftmals mit den umweltschonenden Vorzügen der Getränkebehälter. Dabei sollten sie jedoch vorsichtig sein. Denn: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) schaut sich die Werbeaussagen von Händlern derzeit genau an und hat in diesem Kontext bereits mehrere Abmahnungen ausgesprochen. Auf welche Werbeaussagen sollten Händler verzichten?

Diese Aussagen mahnt der vzbv ab

Die Verbraucherschützer halten Werbeaussagen wie „100 Prozent biologisch abbaubar“, „ökologisch abbaubar“, „kompostierbar“ und „recycelbar“ für irreführend. Sie könnten bei Verbrauchern eine falsche Vorstellung über die Umweltfreundlichkeit der Produkte wecken. Tatsächlich sei das Gegenteil der Fall: Bambusbecher mit Kunststoffgemisch enthielten Klebstoffe. Diese könnten im Kompost nicht abgebaut werden. Die Becher seien daher weder kompostierbar noch recycelbar, so der vzbv.

Keine Hinweise auf heiße Flüssigkeiten

Der vzbv bemängelt zudem: Mehrere Onlineshops verschweigen, dass Bambusprodukte nicht dafür geeignet sind, diese mit heißen Flüssigkeiten zu befüllen oder in der Mikrowelle zu erhitzen. Denn: Die Becher könnten gesundheitsschädigende Stoffe an die Lebensmittel abgeben, wenn diese zu stark erhitzt werden. Davor warnte kürzlich auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Wie viele Händler wurden abgemahnt?

Der vzbv hat eigenen Angaben zufolge 12 Händler abgemahnt, die die oben genannten oder ähnliche Werbeaussagen verwendet haben. 10 von ihnen haben eine Unterlassungserklärung abgegeben. Gegen Amazon konnten die Verbraucherschützer bereits ein Versäumnisurteil des Landgerichts München I erwirken (Urteil vom 02.07.2019, Az. 17 HK O 6043/19). In einem weiteren Fall wird derzeit eine Klage geprüft.

Fazit

Die Lebensmittelüberwachung stößt seit Jahren auf Bambus-Kaffeebecher, die nicht mit heißen Getränken in Kontakt kommen dürfen. Die Behörde schafft es dabei nicht, alle dieser gesundheitsschädlichen Produkte zurückzurufen. Der vzbv fordert daher von der Bundesregierung, Kaffeebecher aus Bambus-Kunststoffgemischen zu verbieten.

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