Transparenzregister: Vorsicht vor dieser Mail

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Derzeit berichten mehrere Unternehmen davon, eine Mail des Transparenzregisters bekommen zu haben. Diese fordert sie auf, sich kostenpflichtig im Transparenzregister zu registrieren. Dabei handelt es sich jedoch um keine offizielle Mail, warnt das Bundesministerium der Finanzen, die IHK und der Zentralverband des deutschen Handwerks. Wie sieht die Mail aus? Und worauf müssen Unternehmen achten?

So sieht die Mail aus

Die Mail stammt von dem Absender „info@transparenzregisterdeutschland.de“ und wird von der „Organisation Transparenzregister e.V.“ mit Sitz in Plauen verschickt. Der Betreff der Mail lautet „Zahlungsaufforderung – Verstoß gegen das Geldwäschegesetz“. Die Mail fordert Empfänger dazu auf, sich kostenpflichtig im Transparenzregister auf „Transparenzregisterdeutschland.de“ zu registrieren:

„Leider müssen wir feststellen, dass Sie sich bis zum heutigen Tage nicht in das Transparenzregister eingetragen haben. Dies stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Daher fordern wir Sie auf, sich innerhalb von 10 Tagen zu registrieren.“

Für die Registrierung sollen Unternehmen 49 Euro zahlen. Die Eintragung beim offiziellen Register unter „www.transparenzregister.de“ ist jedoch kostenlos.

Wer muss sich in das Transparenzregister eintragen?

Um Geldwäsche zu bekämpfen, hat die EU im Oktober 2017 seine Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, ein Transparenzregister einzurichten. Deutschland ist dem noch im selben Jahr nachgekommen. Im Register müssen alle juristischen Personen des Privatrechts und im Handelsregister eingetragenen Personengesellschaften ihre Gesellschafter melden – sofern sich diese Angaben nicht bereits aus Eintragungen und Dokumenten aus anderen öffentlichen Registern ergeben. Kommen Unternehmen dieser Pflicht nicht nach, drohen ihnen Bußgelder.

Unternehmen, die sich in das Transparenzregister eintragen müssen, müssen den Vor- und Familiennamen, den Wohnort, das Geburtsdatum und in einigen Fällen auch die Staatsangehörigkeit, die Art und den Umfang des wirtschaftlichen Interesses sowie den Typ des wirtschaftlich Berechtigten nennen.

Praxis-Tipp

Das offizielle Register selbst weist ebenfalls daraufhin, dass die Mails zum kostenpflichtigen Register nicht von der registerführenden Stelle stammen. Unternehmen sollten nicht auf die Mail reagieren und sich nicht auf der in der Mail genannten Webseite registrieren.

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