Veranstaltungstickets: Verbraucher sollen Gutscheine erhalten

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Corona-Verordnungen geben vor, dass Veranstaltungen derzeit nicht stattfinden dürfen. Das heißt für Kunden: Sie erhalten ihr Geld zurück. Das könnte jedoch viele Veranstalter in ihrer Existenz bedrohen. Deutschland hatte daher geplant, Verbraucher dazu zu verpflichten, Gutscheine zu akzeptieren. Das kritisierten Verbraucherschützer scharf. Denn: Viele Verbraucher sind aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage auf jeden Euro angewiesen. Der Bundestag hat jetzt dennoch in einem Gesetzesentwurf festgelegt: Verbraucher sollen Gutscheine erhalten. Auf was müssen sich Ticket-Besitzer einstellen?

Das sagt der Gesetzesentwurf zu Veranstaltungstickets

Der Gesetzesentwurf erlaubt es Veranstaltern, ihren Kunden als Ersatz für ein abgesagtes Event Gutscheine auszustellen. Diese gelten für eine gleichwertige Veranstaltung. Sie sind bis zum 31. Dezember 2021 gültig. Lösen Verbraucher den Gutschein bis dahin nicht ein, können sie ihr Geld zurückverlangen. Die Regelung gilt zum Beispiel für Tickets von Konzerten, Theatervorstellungen, Lesungen, Festivals, Sportwettkämpfen und Filmvorführungen. Sie umfasst Tickets, die Kunden vor dem 8. März gekauft haben.

Das verspricht sich die Bundesregierung von der Regelung

Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) liegen die Vorteile der Regelung auf der Hand. Die Aussicht auf ein kulturelles Erlebnis bleibe erhalten. Zudem solle es eine Härtefallregelung geben, auf die sich Verbraucher, die aus einer finanziellen Not heraus auf die Rückerstattung angewiesen sind, berufen können.

Wie sieht die EU-Kommission die Gutscheinlösung?

Die EU-Kommission äußerte sich vor wenigen Tagen zu den Plänen einiger Länder, Kunden von abgesagten Reisen ausschließlich Gutscheine anbieten zu wollen. Die Kommission erinnerte die Länder daran, sich an geltendes EU-Recht zu halten. Verbraucher, die eine Reise oder einen Flug gebucht hätten, hätten den Anspruch auf eine Rückerstattung. Einen Gutscheinzwang für Veranstaltungstickets dürfte die Kommission daher ähnlich einstufen.

Bisher haben unter anderem Frankreich, Bulgarien, Italien, Griechenland und die Niederlande nationale Regelungen für einen Gutscheinzwang erlassen. Die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte, dass diesen Staaten ein Vertragsverletzungsverfahren drohe.

Fazit

Bei abgesagten Reisen wollte Deutschland ursprünglich auch auf eine Gutscheinlösung setzen. Davon hat die Bundesregierung mittlerweile jedoch wieder Abstand genommen.

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