Bundestagsbeschluss: Gutscheinlösung für abgesagte Pauschalreisen soll kommen

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Veranstalter mussten vor allem zu Beginn der Coronakrise zahlreiche Pauschalreisen absagen. Viele Kunden warten daher noch heute darauf, ihr Geld zurückzubekommen. Veranstalter sollen nun das Recht erhalten, ihre Kunden zwischen einem Gutschein und einer Rückzahlung wählen zu lassen. Der Bundestag stimmte jetzt für ein entsprechendes Gesetz. Wie soll die Gutscheinlösung im Detail aussehen?

Wie soll die Gutscheinlösung für Pauschalreisen aussehen?

Kunden sollen wählen können, ob sie sich einen Gutschein ausstellen oder das Geld zurückerstatten lassen wollen. Das soll für alle Pauschalreisen gelten, die Verbraucher vor dem 08. März gebucht haben und die aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Veranstalter müssen Kunden dabei eindeutig darauf hinweisen, dass sie ein Wahlrecht haben. Entscheiden sie sich für einen Gutschein, ist dieser neben der gesetzlichen Insolvenzabsicherung zusätzlich staatlich abgesichert – für den Fall, dass ein Anbieter pleitegeht.

Für die Ausstellung, Übermittlung und Einlösung eines Gutscheins dürfen Kunden keine Kosten entstehen. Sie können die Gutscheine einlösen, sobald die Reisebeschränkungen aufgehoben sind. Lösen sie den Gutschein nicht bis spätestens Ende 2021 ein, müssen Veranstalter sofort den ursprünglichen Reisepreis ausbezahlen.

Das sagt der Deutsche Reiseverband zur Gutscheinlösung

Der Deutsche Reiseverband (DRV) sieht Gutscheine nicht als Lösung für das Liquiditätsproblem der Reisebranche. Denn: Gutscheine seien bei Kunden nicht besonders beliebt. Lediglich 10 bis 20 Prozent würden diese akzeptieren, so DRV-Präsident Norbert Fiebig.

Wie schätzt der Verbraucherzentrale Bundesverband die Gutscheinlösung ein?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband befürchtet, dass die Debatte über das Thema zu lange ging. Kunden könnten jetzt nicht mehr bereit sein, Gutscheine anzunehmen. Und: Gutscheine seien nicht geeignet, der Krise zu begegnen. Sie würden das Liquiditätsproblem der Unternehmen nur auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Fazit

Das Gesetz wandert jetzt von der Bundesregierung zum Bundespräsidenten. Dieser muss das Gesetz unterzeichnen. Danach soll es im Bundesgesetzblatt verkündet werden und am Tag danach in Kraft treten – insofern die EU-Kommission nicht einschreitet.

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