Digitalisierung: Note „Mangelhaft“ für deutsche Schulen

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Corona hat es deutlich gemacht: In Sachen Digitalisierung hat das deutsche Bildungssystem noch eine Menge nachzuholen. Zu diesem Schluss kommen rund 1000 Befragte einer repräsentativen Studie. Sie fordern ein sofortiges Handeln. Noch in diesem Schuljahr müssten alles deutschen Schulen in der Lage sein, per Homeschooling zu unterrichten.

 

Pandemie zeigt Defizite auf

Bei der telefonischen Befragung sollten Schulnoten vergeben werden – von 1 wie „sehr gut“ bis 6 für „ungenügend“. Die Digitalisierung an deutschen Bildungseinrichtungen erhielt dabei gerade mal eine 4,2. Die pandemiebedingten Schließungen hätten die Defizite schonungslos offengelegt, sagen knapp 90 Prozent der Teilnehmer. Nun gelte es, zu handeln: Lernmittel und Lehrpläne müssten modernisiert, die technische Ausstattung verbessert und Lehrkräfte weitergebildet werden. Die föderalistische Struktur des Bildungswesens wird dabei als Bremsklotz empfunden. 98 Prozent wollen dem Bund erlauben, die notwendigen Geräte für Schulen und Schüler anzuschaffen. Zwei Drittel der Befragten halten es für nicht mehr zeitgemäß, dass jedes Bundesland ein eigenes Bildungssystem hat.

Auf Homeschooling vorbereitet sein

Obwohl seit den ersten Schulschließungen ein halbes Jahr vergangen ist, hat sich nach Ansicht der Befragten wenig getan. Die Vorbereitungen für einen weiteren Lockdown benoten sie mit einer 4,3. Die 269 Eltern schulpflichtiger Kinder unter den Teilnehmern geben hier sogar nur eine 4,6. Gerade angesichts der gesundheitlichen Lage reiche das nicht aus. So fordern 90 Prozent, dass alle Schulen noch im Lauf des Schuljahres auf Homeschooling umsteigen können. Und zwar nicht nur wegen möglicher Schließungen. Fast jeder Zweite befürwortet, dass auch nach dem Abklingen der Pandemie zumindest teilweise per Bildschirm unterrichtet wird.

Für das Leben lernen

Ob mit Corona oder ohne - Unterricht muss mehr digitale Medien umfassen. Rund 90 Prozent fordern, Computer, Smartboards oder Tablets flächendeckend an allen Schulen einzusetzen. Eine ebenso deutliche Mehrheit ist der Meinung, dass Kinder durch das Verwenden digitaler Technologien auf das Leben vorbereitet werden. 65 Prozent der Gesamtbevölkerung und sogar 74 Prozent der Eltern sind dafür, Informatik ab Klasse Fünf zum Pflichtfach zu machen.

Fazit

Bitkom-Präsident Achim Berg, dessen Verband die Studie in Auftrag gegeben hat, spricht von einer Zerreißprobe für das Bildungssystem. Die Corona-Krise habe zum Teil dazu geführt, dass Unterricht ersatzlos gestrichen worden sei. Viele Lehrkräfte seien nicht in der Lage gewesen, Schüler „auch nur ansatzweise“ zu betreuen. Nun müsse die Digitalisierung der Schulen beschleunigt werden – von Null auf Hundert.

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