GEZ-Reform: Ab 2013 zahlen alle Haushalte

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Immer wieder gibt und gab es Diskussionen über die Abgabe der Fernseh- und Rundfunkgebühren. Nun wurde sich mit einem Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder über eine Reform geeinigt, die für die Betroffenen sowohl Vor- als auch Nachteile bringt.

GEZ-Gebühren der Vergangenheit

Seit 1976 zieht die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) als Gemeinschaftseinrichtung der öffentlich-rechtlichen Sender Rundfunkgebühren ein. Im Vorfeld übernahm die deutsche Post den Job. Bisher zahlen die GEZ-Teilnehmer 17,98 Euro monatlich für Fernsehgeräte und 5,76 Euro für Radio oder neuartige Rundfunkgeräte. Für Zweit- oder Ferienwohnungen muss die Gebühr zusätzlich entrichtet werden. Dies gilt auch, wenn der Teilnehmer mehr als ein Gerät besitzt. Auch erwachsende Kinder, die noch Zuhause wohnen oder Großeltern, die bei Ihren Kindern leben, müssen Ihre Geräte extra anmelden und dafür zahlen. Für Arbeitslose, BAföG-Empfänger und Schwerbehinderte gibt es eine GEZ-Befreiungen. Unternehmen müssen jedes Rundfunkgerät anmelden und dafür zahlen.

GEZ-Gebühren der Zukunft

Zukunft bedeutet in diesem Fall 2013. Dann muss jeder Haushalt eine geräteunabhängige GEZ-Pauschale zahlen. Über die Höhe der Pauschale ist man sich noch nicht einig. Aber feststeht, dass die bisherige Höchstgebühr von 17,98 Euro nicht überschritten werden soll. Die GEZ-Pauschale wird pro Haushalt abgerechnet, unabhängig davon ob es sich um Familien oder Wohngemeinschaften handelt. Zum Punkt Wohngemeinschaften ist allerdings noch nicht geklärt, wer Empfänger für Mahnungen ist, falls die Haushaltsabgabe nicht entrichtet wird. Für Zweit- oder Ferienwohnungen ist eine Zuschlagspauschale von rund 5 Euro zu entrichten. Für Unternehmen wird es eine Preisstaffelung im Hinblick auf Anzahl der Angestellten und Standort geben. Arbeitslose, BAföG-Empfänger und Schwerbehinderte können in Zukunft keine Befreiung mehr beantragen. Haushalte, die weder Fernseher noch Radio besitzen, müssen ebenfalls zahlen. Dies gilt auch für Unternehmen.

Mit der neuen GEZ-Pauschale werden die unbeliebten Schnüffler überflüssig. Eine Bespitzelung ist nicht mehr notwendig, da eh jeder Haushalt die Pauschale zu entrichten hat. Zudem wird die gesamte Gebühreneinzugszentrale verschlankt werden. Denn jeder zahlt die gleichen Gebühren und Befreiungen werden bisher ausgeschlossen.

Fazit

Mit Gerechtigkeit hat die neue GEZ-Pauschale nicht viel zu tun. Aber das haben Viele auch schon über die alte Gebühr diskutiert. Aber eines steht fest, es wird einfacher. Ob die neue Pauschale nun mehr Vor- als Nachteile beinhaltet, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Fest steht, dass sie kommen wird.

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