Airbnb: Zahlt die Plattform bald höhere Steuern in Deutschland?

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Für Vermieter ist Airbnb eine Goldgrube: Sie können ihre Wohnung nur für einzelne Tage vermieten und dafür hohe Preise verlangen. Das Resultat: mehr Einnahmen als bei einer durchschnittlichen Monatsmiete. Davon profitiert auch Airbnb, das so Einnahmen in Millionenhöhe generiert. Davon will Deutschland einen größeren Teil abbekommen, wie Justizministerin Barley jetzt wissen ließ. Warum soll Airbnb höhere Steuern zahlen?

Barley will Airbnb zur Kasse bitten

Nach Barley treibt Airbnb die Preise für Mietwohnungen in die Höhe. Gleichzeitig sorgt das Portal für eine Wohnungsnot – vor allem in Städten wie Berlin. Airbnb verdient sich so eine goldene Nase. Es zahlt aktuell jedoch weniger Steuern als Hotels und Hostels. Barley will das ändern und Airbnb deutlich stärker zur Kasse bitten.

So macht Airbnb Millionen

Vermieten Eigentümer ihre Wohnung an Gäste von Airbnb, zahlen sie für jede Nacht eine Gebühr an das Unternehmen. Darauf basiert das Geschäftsmodell von Airbnb. Die Zentrale der Plattform sitzt zudem in Irland, wo sie durch Gewinnverschiebungen nur äußerst geringe Steuern zahlen muss. Dafür musste das Unternehmen unter anderem von Frankreich harte Kritik einstecken.

So will Airbnb mit den Ländern zusammenarbeiten

Trotz des Gegenwindes will Airbnb ab 2028 rund eine Milliarde Gäste hosten. Damit es nicht zu weiteren Verboten und Einschränkungen in den Ländern kommt, will Airbnb verstärkt kooperieren. Dazu gab der Airbnb-Kopf der DACH-Region, Alexander Schwarz, an: Das Unternehmen wolle zusammen mit den Ländern Rahmenbedingungen schaffen, die allen zugutekommen. Um den Wohnungsmangel zu bekämpfen, sieht er unter anderem Homesharing als eine mögliche Lösung.

Fazit

Mögliche höhere Steuern in Deutschland sind nur eine von vielen Maßnahmen, die Länder in Europa derzeit gegen Airbnb erlassen. New York, Berlin und Paris haben bereits strengere Regeln für die Kurzzeitvermietung verabschiedet. Mit Irland arbeitet derzeit ein ganzes Land daran, Airbnb stärker zu regulieren. Ab Juni sollen Eigentümer dort ihre Wohnung nur noch maximal 90 Tage im Jahr und 14 Tage am Stück vermieten dürfen.

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