Digitalsteuer: Womit können Unternehmen rechnen?

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Bundesfinanzminister Olaf Schulz nutzte den G20-Gipfel in Japan, um die Finanzminister der teilnehmenden Länder und die Zentralbankchefs von einer Digitalsteuer zu überzeugen. Dabei zeigte das Treffen: Die Digitalsteuer wird kommen. Wie könnte die Steuer aussehen? Und worauf können sich Unternehmen einstellen?

Darum will Olaf Scholz eine Digitalsteuer

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt: Die Steuertricks der großen Digitalunternehmen kosteten die Staatshaushalte allein in 2015 bis zu 224 Milliarden Euro. Facebook, Amazon, Google und Co. nutzen ein Netzwerk aus Tochtergesellschaften, um ihre Umsätze in Steuerparadiesen zu versteuern. Bisher ist das vollkommen legal. Das stößt Olaf Schulz sauer auf. Dabei glaubt er, dass es vor allem für mittelständische Unternehmen nicht zu ertragen ist, dass Digitalfirmen mit höherem Umsatz fast keine Steuern zahlen.

Wie soll die Digitalsteuer aussehen?

Um diesen Missstand zu beseitigen, haben sich die G20-Staaten darauf geeinigt, Unternehmen bald nicht mehr nach ihrem Hauptsitz zu besteuern. Stattdessen sollen sie in dem Land Steuern zahlen, wo ihre Kunden sitzen. Auf diese Weise könnten Konzerne wie Facebook nicht mehr Steueroasen wie Irland nutzen.

Wann soll die Digitalsteuer kommen?

Bis Ende 2020 wollen die G20-Staaten den Mindeststeuersatz für große Unternehmen festlegen. Dafür wollen sie im nächsten Jahr einen finalen Bericht vorlegen. Die OECD hat bereits einen Fahrplan für ein Steuersystem vorgelegt, das 129 Länder unterstützen.

Fazit

Die Bemühungen der G20-Staaten sind nicht der erste Ansatz, eine Digitalsteuer einzuführen. Bereits letztes Jahr gab es einen Versuch, eine Digitalsteuer auf EU-Ebene zu etablieren. Irland, das beliebter Firmensitz milliardenschwerer Unternehmen ist, sowie die skandinavischen Länder wehrten sich jedoch, so dass das Vorhaben scheiterte. Frankreich und Österreich haben daher bereits eigene Lösungen auf nationaler Ebene entwickelt. Frankreich erwartet dabei, rückwirkend für dieses Jahr insgesamt 400 Millionen Euro einzunehmen. In Österreich zahlen Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von 750 Millionen Euro ab 2020 eine Steuer von 5 Prozent für ihre Online-Erlöse.

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