Mehrjährige Haftstrafe: LG München verurteilt Betreiber von „Fakeshops“

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Sie sind einer der neuen Sterne am Verbrecherhimmel: „Fakeshops“. Nun hat das Landgericht München I einen Betreiber solcher Shops verurteilt. Auf den Täter wartet eine längere Haftstrafe.

Betrüger liefert bestellte Artikel nicht aus

Bei sogenannten „Fakeshops“ geht es Betrügern darum, bei ahnungslosen Kunden den Irrglauben zu erwecken, er bestellt in einem echten Online-Shop. Dementsprechend professionell sind die Shops meistens auch gestaltet. Tatsächlich liefern die Straftäter die bestellten Waren aber nach Bezahlung nicht. So ging auch ein 35-jähriger Münchener in der Vergangenheit vor.

Er war angeklagt, in mehr als 700 (!) Fällen Kunden betrogen zu haben. Nachdem die Kunden den Kaufpreis für bestellte Elektroartikel per Vorkasse bezahlt hatten, lieferte der Angeklagte die Waren einfach (wie von Anfang an geplant) einfach nicht aus. Der Schaden war immens: So wurden die Opfer der Taten insgesamt um rund 428.000 Euro gebracht. Nun erging in dem Fall das Urteil des Landgerichts München I.

Betrüger zu über 5 Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht München I hat den Täter jetzt wegen mehrfachen gewerbsmäßigen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 5 Monaten verurteilt. Das nahm die Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg zum Anlass, um in einer Pressemitteilung (https://www.justiz.bayern.de/sta/staolg/ba/presse/archiv/2017/05789/index.php) eine Warnung an andere Täter auszusprechen. Konkret hieß es dort:

„Einmal mehr musste ein Täter die Erfahrung machen, dass auch das Internet mit seinen vielfältigen Verschleierungsmöglichkeiten keinen Schutz vor Strafe bietet. Trotz seiner Bemühungen um Anonymisierung konnte der Angeklagte durch akribische Ermittlungsarbeit und eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit europäischen Partnern identifiziert werden.“

Praxis-Tipps:

1. Internetnutzer sollten aufpassen, an welche Shops sie geraten. Zwar sind die Fakeshops oft nicht von professionellen „echten“ Onlineshops zu unterscheiden. Allerdings kann es ratsam sein, das Internet z.B. nach Erfahrungsberichten zu dem jeweiligen Shop zu durchforsten. Wenn ein User einem Fakeshop auf dem Leim gegangen ist, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch seinem Unmut Luft machen.

2. Auch die Polizei hat Tipps veröffentlicht, worauf Internetuser achten sollten. Hier geht es zu dem Ratgeber: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/e-commerce/fake-shops/

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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