Strafbare Tathandlungen: Was genau bedeutet Computerbetrug?

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Der Computerbetrug ist ein eigenständiger Straftatbestand nach § 263 a Strafgesetzbuch (StGB). Diese Vorschrift schützt das Vermögen, das aufgrund der Digitalisierung von Vermögensverschiebungen besonderen Gefahren ausgesetzt ist.

Strafbare Tathandlungen

Ein Täter kann wegen Computerbetrugs mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von fünf Jahren bestraft werden, wenn er auf den Ablauf eines Computerprogramms einwirkt und dadurch einen anderen in seinem Vermögen schädigt. Der Täter muss dabei mit der Absicht handeln, für sich oder für einen anderen Dritten einen unerlaubten Vermögensvorteil zu verschaffen, also wissen, dass er oder der andere Dritte keinen Anspruch auf den Vermögensvorteil hat. Vermögensvorteil kann jede Forderung sein, zum Beispiel ein Guthaben auf einem Bankkonto.

Dabei muss der Täter entweder das Programm verändern – „hacken“ oder ohne Erlaubnis das Programm mit Daten bedienen. Letzterer Fall ist beispielweise erfüllt, wer ohne Erlaubnis die Zugangsdaten für das Online-Banking eingibt und dann Buchungen vornimmt.

Aber auch bloße Vorbereitungshandlungen können bestraft werden: So kann mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von drei Jahren bestraft werden, wer lediglich ein Computerprogramm programmiert, um damit später einen Computerbetrug zu begehen. Auch reicht es für eine Strafbarkeit aus, wer lediglich zu diesem Zweck ein Computerprogramm besitzt oder anderen anbietet.

Besonders schwere Fälle

In besonders schweren Fällen des Computerbetrugs reicht das Strafmaß von sechs Monaten Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Das Gesetz führt hierbei Beispiele für besonders schwere Fälle auf: So zum Beispiel, wer sich mit mindestens zwei weiteren Komplizen zusammengeschlossen hat, um wiederholt Computerbetrug zu begehen, als sogenanntes Mitglied einer Bande. Ein weiteres Beispiel liegt vor, wenn der Täter sich durch regelmäßigen Computerbetrug eine kontinuierliche Einnahmequelle verschafft, was mit einer nebenberuflichen Tätigkeit vergleichbar ist.

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„Computerbetrug“

„Wie verhalte ich mich bei einer Vorladung wegen Computerbetrugs?“

„Hilfe bei Internetbetrug!“

 

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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