Airbnb: EU-Kommission rügt Geschäftspraktiken

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Amerikanische Konzerne punkten nicht gerade bei der Einhaltung europäischer Gesetze. Unternehmen wie Facebook und Uber stehen daher immer wieder in der Kritik. Jetzt hat es auch Airbnb erwischt. Die EU-Kommission rügte die Übernachtungsvermittlungsplattform für seine Geschäftspraktiken. Was genau bemängelt die EU?

Das bemängelt die EU-Kommission

Airbnb verstößt mit seiner Plattform gegen verschiedene europäische Verbrauchergesetze. Dabei stehen vor allem diese Verstöße im Mittelpunkt:

Intransparente Preise

Airbnb-Angebote weisen nicht immer von Anfang an den Gesamtpreis auf, den Verbraucher tatsächlich zahlen müssen. So warten oftmals zwei Überraschungen: Zum einen steigt der Preis, sobald User ihre konkreten Übernachtungsdaten für eine Unterkunft eingetragen haben. Zum anderen steigt der Preis nochmal, bevor sie auf „buchen“ klicken können. Eine Servicepauschale von Airbnb, eine Reinigungspauschale und in einigen Fällen lokale Steuern heben den Gesamtpreis dabei an. Die EU-Kommission fordert daher, dass der Endpreis pro Nacht auf den ersten Blick erkennbar sein muss.

Gewerbliche und private Anbieter nicht zu unterscheiden

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Das ursprüngliche Konzept von Airbnb sah vor, dass Reisende bei Einheimischen vor Ort übernachten – und so einen authentischen Einblick in ihr Leben bekommen. Mittlerweile finden sich auf der Plattform jedoch auch viele kommerzielle Anbieter. Nutzer können das jedoch bei der Buchung nur selten erkennen – und sind so vielleicht enttäuscht, wenn sie feststellen, dass sie in einer einfachen Ferienwohnung gelandet sind. Die EU-Kommission sieht das als eine mögliche Täuschung von Verbrauchern. Airbnb soll daher private und gewerbliche Anbieter eindeutig kennzeichnen.

AGB verstoßen gegen europäisches Verbraucherrecht

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Airbnb entsprechen nicht dem europäischen Recht. Diese sind zum Teil unverständlich formuliert und benachteiligen Verbraucher. So nimmt Airbnb in seinen AGB Verbrauchern beispielsweise das grundlegende Recht, Vermieter bei persönlichem Schaden zu verklagen. Und: Airbnb behält sich das Recht vor, Bedingungen einseitig zu ändern, ohne dass Verbraucher den Vertrag stornieren dürfen.

Fazit

Die EU-Kommission hat Airbnb bis Ende August Zeit gegeben, die Punkte zu überarbeiten. Wird die Plattform nicht entsprechend tätig, können die nationalen Behörden der EU-Länder einschreiten. Exzessive Strafen wie ein Verbot der Plattform sind jedoch nicht zu erwarten. Das gab die EU-Verbraucherschutzkommissarin Vera Jourova zu verstehen.

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