Hassbeiträge: Zahl steigt in Baden-Württemberg an

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Hassbeiträge im Netz werden in Deutschland immer mehr zu einem Problem. Das könnte zumindest die Polizei in Baden-Württemberg denken. Sie fand heraus, dass es in diesem Jahr besonders viele aggressive Postings gab. Wie viele Hassbotschaften fand die Polizei in Baden-Württemberg? Und wie sieht es im Rest von Deutschland aus?

So viele Hassbeiträge verzeichnete die Polizei

Das Landkriminalamt (LKA) und das Innenministerium von Baden-Württemberg fanden heraus: Im ersten Halbjahr 2019 gab es 76 Hassbeiträge im Netz. Das sind knapp 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit setzt sich die Tendenz aus dem Vorjahr fort. Denn: Bereits in 2018 war die Zahl der Hasspostings im Vergleich zu 2017 um 28 Prozent gestiegen.

Welchen Inhalt hatten die Hassbeiträge?

65 der 76 Hassbeiträge wiesen einen rechten Hintergrund auf. Das entspricht rund 86 Prozent. Im Vorjahr lag der Wert bei 91 Prozent. Die Posts bewegen sich vor allem in den Bereichen Volksverhetzung und Gewaltdarstellung. Zudem gab es in der ersten Jahreshälfte 2019 7 linksmotivierte Postings. Zwei Beiträge folgten einer religiösen Ideologie und zwei Botschaften konnte die Polizei nicht eindeutig zuordnen.

Baden-Württemberg als Ausnahme?

Der Rest von Deutschland zeigt ein anderes Bild. Bundesweit sank die Zahl der Hassbeiträge um 35 Prozent. Das Innenministerium von Baden-Württemberg geht davon aus, dass es nicht mehr Hetze gibt, sondern Bürger diese in Baden-Württemberg eher melden. Das Bewusstsein für derartige Beiträge sei in der Bevölkerung gestiegen. Das sind jedoch lediglich Vermutungen. Zahlen als Beleg gibt es dafür nicht.

Fazit

Die Zahl der Hassbeiträge in Baden-Württemberg steigt, die Aufklärungsquote sinkt. Laut LKA konnte die Polizei in 2017 noch 61 Prozent der Fälle aufklären. Ein Jahr später waren es nur noch 52 Prozent. Diese Tendenz setzte sich auch im ersten Halbjahr 2019 fort: Die Aufklärungsquote lag in diesem Zeitraum bei unter 40 Prozent. Der Grund ist einfach: Die Täter nutzen vermehrt ausländische Plattformen oder E-Mail-Dienste. Diese geben keine Informationen an die deutsche Polizei heraus.

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