Oldenburgische Landesbank: So konnten die Betrüger 1,5 Millionen Euro erbeuten

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Vor wenigen Tagen konnten Betrüger 1,5 Millionen Euro von der Oldenburgischen Landesbank erbeuten. Die Spur führt nach Brasilien. Bisher ist noch nicht geklärt, wie die Angreifer so viel Geld auf einmal einsacken konnten. Erste Hinweise deuten jetzt auf den Magnetstreifen der Bankkarten hin. Wie konnten die Angreifer den Magnetstreifen für sich nutzen? Und stehen die Kunden der Oldenburgischen Landesbank jetzt mit leeren Konten da?

Magnetstreifen als Schwachstelle

Eigentlich sind die Magnetstreifen an Kredit- und Debitkarten ein Sicherheitsmechanismus, der heute nicht mehr genutzt wird. Denn: Diese sind nicht sicher. Daher haben Bankkarten heute zusätzlich einen EMV-Chip. Der Magnetstreifen ist jedoch weiter auf den Karten zu finden, da einige Karten den Chip nicht lesen können.

Die Bankkarten der Oldenburgischen Landesbank stellt der Bank-Verlag her. Dabei handelt es sich um einen bankeigenen Dienstleister, der für viele Geldinstitute in Deutschland Debitkarten-Transaktionen abwickelt. Eigentümer des Bank-Verlags ist der Bundesverband deutscher Banken (BdB). Der Branchendienst Finanz-Szene.de vermutet daher, dass dieser für die Schwachstelle auf den Karten verantwortlich ist.

Wie kamen die Betrüger an die Kartendaten?

Wie genau die Betrüger an die Kartendaten kamen, ist bisher nicht geklärt. Klar ist nur: Sie haben Kartennummern ausprobiert. In den meisten Fällen funktionierte das nicht. In einigen Fällen kamen sie jedoch auf die richtigen Nummern – und konnten so das Geld ergattern. Betroffen sind nur Kunden mit Debit-MasterCard. Bei diesen bucht die Bank das Geld sofort vom Konto des Kunden ab – anders als bei einer Kreditkarte.

Die Oldenburgische Landesbank gab dazu an, dass weder die Bank selbst noch ein Drittanbieter gehackt worden sei. Und: Der NDR wollte in einem Bericht herausgefunden haben, dass die Betrüger die Geheimnummern über erbeutete Kreditkartennummern und eine Spezialsoftware ermitteln konnten. Das sei jedoch eine Eigeninterpretation, so ein Sprecher der Bank.

Warum konnten die Betrüger so viel Geld erbeuten?

Die Angreifer sollen mit gefälschten Karten und Terminals rund 250.000 Transaktionen eingeleitet haben. Dabei hoben sie Geld von rund 2.000 Konten ab. Die Betrugserkennung der Bank schlug nicht an. Erst nach einem Tag fiel der Betrug auf.

Fazit

Die Bank hat den Opfern das Geld bereits ohne Antrag zurückerstattet. Unklar ist, ob die Bank den Kartenherausgeber in Regress nehmen kann. Der Bank-Verlag hat sich bisher zu dem Fall noch nicht geäußert.

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