Zahlungsrichtlinie PSD2: Vorsicht vor diesen Tricks

(3 Bewertungen, 5.00 von 5)

Die Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 soll das Bezahlen im Internet sicherer machen. Aktuell sorgt die Umstellung bei Verbrauchern jedoch für Verwirrung. Denn: Viele wissen nicht, was die Neuerung bedeutet. Das nutzen Kriminelle aus. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnt daher vor verschiedenen Betrugsmaschen. Was ändert die neue Zahlungsrichtlinie? Und mit welchen Tricks arbeiten Kriminelle, um an das Geld von Bankkunden zu kommen?

Was ist die Zahlungsrichtlinie PSD2?

PSD2 steht für Payment Services Directive 2. Sie trat am 14. September 2019 in Kraft. Für die Praxis bedeutet das: Verbraucher müssen sich über zwei Faktoren identifizieren, wenn sie sich online in ihren Bank-Account einloggen oder online bezahlen wollen. Neben der Kontonummer, dem Passwort oder der Prüfziffer müssen Verbraucher daher zusätzlich beispielsweise eine per App generierte TAN eingeben. Ausgenommen davon sind Kreditkartenzahlungen. Sie erhalten eine Übergangsfrist.

Davor warnt das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnt vor zwei Betrugsmaschen. So sollen Bankkunden derzeit Phishing-Mails erhalten, die sie dazu auffordern, ihre Kundendaten zu bestätigen. Dabei geben die Kriminellen vor, dass dies für die neue Zahlungsrichtlinie notwendig sei. Klicken User auf den Link in der Mail, landen sie auf einer gefälschten Webseite. Betrüger erhalten dann die Bankdaten der Kunden und haben somit Zugang zu ihrem Konto. Ähnliche Versuche soll es auch bei PayPal-Konten geben.

Zudem sollen Verbraucher derzeit Anrufe von Anbietern teurer Prepaid-Kreditkarten erhalten. Diese geben ihnen gegenüber an, dass ihre Kreditkarte wegen der neuen Zahlungsrichtlinie nicht mehr funktioniere. Sie müssten ihnen daher eine neue Karte zuschicken. Für diese sollen Verbraucher dann rund 100 Euro bezahlen.

Voice-Phishing als Gefahr

Neben Phishing-Mails erweist sich vor allem das sogenannte Voice-Phishing als Gefahr für Bankkunden. Dabei erhalten Verbraucher einen vermeintlichen Anruf ihrer Bank. Die angezeigte Telefonnummer stimmt mit der echten der Bank überein. Die Kriminellen nutzen dann einen Vorwand, um dem Kunden alle wichtigen Daten wie Sicherheitsnummer und PIN zu entlocken – und so Zugang zum Konto zu erhalten.

Praxis-Tipp

Grundsätzlich sollten Verbraucher skeptisch sein, wenn sich Banken telefonisch oder per Mail melden, um Daten abzufragen. Dazu raten sowohl das Landeskriminalamt als auch die Verbraucherzentrale. Denn: Banken und Zahlungsdienste fragen nie Zugangsdaten zum Konto oder andere Kundendaten per Telefon oder Mail ab. Und: Verbraucher sollten keine Links in Mails anklicken oder Dateianhänge öffnen, wenn sie Zweifel an der Echtheit des Absenders haben.

Anzeige
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Captcha Aktualisieren
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Cyberkriminalität: Betrugsbande wegen mTan-Phishing zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt Das Bundeskriminalamt berichtete bereits im Jahr 2016 über den Anstieg der Internetkriminalität. Das Landgericht Osnabrück hat im letzten Jahr eine dreiste Betr...
Weiterlesen...
Privatsphäre: Sind heimliche Filmaufnahmen in Wohnungen verboten? Persönlichkeitsrechtsverletzungen können nicht nur zivilrechtliche Folgen (Stichwort: Abmahnung), sondern auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Der Bundesger...
Weiterlesen...
Trojaner anstatt Nacktbilder von Lopez, Alba oder Tyler Eine neue SPAM E-Mail Welle rollt durch die Postfächer der Welt. In den SPAM E-Mails wird mit nackten Tatsachen, von gut aussehenden Prominenten, wie Jessi...
Weiterlesen...
3 Jahre 5 Monate Haft: Erste Verurteilung eines Swatters in Deutschland Im Zeitalter massenhafter Internet-Übertragungen erfreuen sich bösartige Telefonstreiche einer neuen, traurigen Beliebtheit: Als Swatting bezeichnet man das Vor...
Weiterlesen...
Geldwäsche: Vorsicht bei der Tätigkeit als Finanzagent Jeder kann sich als Finanzagent strafbar machen, ohne dass er tatsächlich weiß, dass er ein Finanzagent ist. Es drohen am Ende bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe...
Anzeige DSGVO

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Hinweis: Sie können den Newsletter von eRecht24  jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMEOrdnungsgemäße Rechnungen einfach online erstellen!Suchmaschienoptimierung & OnlinemarketingDatenschutzRechtliche OnlineShop-PrüfungFairness im Handel
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support