Darknet: Polizei hebelt illegalen Cyberbunker aus

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Der Polizei ist es zum ersten Mal gelungen, einen sogenannten Bulletproof-Hoster auszuhebeln. Ein Bulletproof-Hoster ist ein Hosting-Service, der seinen Kunden Schutz vor staatlichem Zugriff bietet und so Ermittlungen vereitelt. Die Kriminellen hatten dabei einen Bunker zu ihrer Darknet-Zentrale umfunktioniert. Welche Dienste hostete der Server?

Polizei gelingt Schlag gegen Darknet-Zentrale

Mehrere hundert Einsatzkräfte kamen in Rheinland-Pfalz zum Einsatz, um das illegale Rechenzentrum vom Netz zu nehmen. Dies befand sich in einem ehemaligen NATO-Bunker in Traben-Trarbach. Die Betreiber waren eine international agierende Cyberbande. Die Polizei stellte rund 200 Server, Datenträger, Mobiltelefone, Dokumente und eine größere Summe Bargeld sicher. Die Ermittlungen bis zum Zugriff dauerten knapp 5 Jahre.

Wofür war der Darknet-Hoster verantwortlich?

Der Cyberbunker hostete zahlreiche illegale Webseiten. Darunter war unter anderem die Seite „Cannabis Road“, auf der knapp 90 Händler Drogen verkauften. Zudem hostete die Zentrale das Forum „Fraudsters“, das für mehrere tausend Drogengeschäfte verantwortlich war. Und: Das Rechenzentrum war auch der Hoster für den weltweit zweitgrößten Darknet-Marktplatz „Wall Street Market“. Darauf handelten User Rauschgift, gefälschte Dokumente, ausgespähte Daten und Malware. Die Polizei hatte den Marktplatz bereits im Frühjahr zerschlagen.

Daneben hostete der Bunker die Seiten „Flugsvamp 2.0“, „orangechemicals“, „acechemstore“ und „lifestylepharma“. Das LKA Rheinland-Pfalz geht zudem davon aus, dass der Angriff auf die Telekom, bei dem 2016 über eine Million Router von Kunden ausfielen, aus dem Cyberbunker geleitet wurde.

Das wirft die Polizei den Festgenommenen vor

Die 13 Beschuldigten sind zwischen 20 und 59 Jahren alt. Aufgrund von Fluchtgefahr nahm die Polizei 4 Niederländer, zwei Deutsche und einen Bulgaren fest. Die Ermittlungsrichterin des Falls erließ 18 Durchsuchungsbeschlüsse. Der Vorwurf für die Festgenommenen lautet: Waffenhandel, Kinderpornografie und Drogenhandel.

Fazit

Die Politik will es grundsätzlich strafbar machen, im Darknet zu surfen. Dafür reichte der Bundesrat im Mai einen Gesetzesentwurf ein. Reporter ohne Grenzen kritisieren den Versuch, alle User in der TOR-Szene zu kriminalisieren.

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