Produktpiraterie: Europol nimmt 30.000 Domains offline

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Trotz umfangreicher Ermittlungsarbeiten, Prozessen und Urteilen: Das Web ist nach wie vor voll illegaler Angebote. Dabei finden Verbraucher von kopierten Parfüms über nachgemachte Medikamente bis hin zu Elektronikfälschungen nahezu jeden erdenklichen Artikel. Zusammen mit verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten ist Europol jetzt ein großer Schlag gegen Produktpiraterie im Netz gelungen. Die Behörde konnte über 30.000 Domains offline nehmen. Welche Produkte vertrieben die Seiten?

Welche Rechte verletzten die Domains?

Die Domains boten Fälschungen aller Art an. So vertrieben sie unter anderem nachgemachte pharmazeutische Produkte, Schwarzkopien von Software, Musik und Filmen sowie illegale TV-Streams. Damit verstießen sie vor allem gegen das Urheber- und Markenrecht.

Diese Behörden koordinierten die Aktion

Europol arbeitete mit 18 EU-Mitgliedsstaaten zusammen, um den Zugriff zu koordinieren. Darüber hinaus war auch das US-Ermittlungszentrum für Eigentumsrechte an der Operation beteiligt.

Das konnten die Behörden sicherstellen

Die Ermittler konnten bei der Aktion rund 26.000 Luxusprodukte wie Parfüm und Kleidung, über 300 Liter alkoholische Getränke sowie zahlreiche elektronische Geräte beschlagnahmen. Zudem konnten sie 150.000 Euro auf verschiedenen Konten sicherstellen. In diesem Zuge nahmen sie auch 3 Verdächtige fest.

Zugriff als Teil einer größeren Kampagne

Die Aktion fand im Rahmen der Kampagne „In Our Sites“ (IOS) statt. Dabei handelt es sich um eine Kooperation verschiedener Behörden der Strafverfolgung. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, das Internet zu einem sicheren Platz für Verbraucher zu machen. Dabei nimmt sie global vor allem Domains ins Visier, die gefälschte Produkte verkaufen. Konnte IOS vor 5 Jahren lediglich rund 300 Domains beschlagnahmen, waren es bei dieser Aktion bereits über 30.000. Um möglichst effizient gegen Produktpiraterie vorgehen zu können, versucht Europol zudem, Unternehmen der Privatwirtschaft für seine Kampagne zu gewinnen. Das soll der Behörde dabei helfen, die Rechteinhaber besser schützen zu können.

Fazit

Neben der Kampagne IOS fährt Europol derzeit auch eine Informationskampagne, um Verbraucher auf die Risiken von Fake-Shops aufmerksam zu machen. Das tat jetzt auch die Polizei Mittelhessen in Gießen. Sie warnte vor den Tricks von Fake-Shops und zeigte, wie Verbraucher diese erkennen können.

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