Risikobarometer: Versicherer sehen Cyberkriminalität als größte Gefahr für Unternehmen

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Zum neunten Mal bereits hat die Allianz ihren Jahresbericht zu Geschäftsrisiken für Gewerbetreibende veröffentlicht. Die Fachleute für Risikomanagement kommen zu dem Schluss, dass die größten Gefahren für Unternehmer in aller Welt derzeit von Cybervorfällen ausgehen. Noch vor sechs Jahren hatten Probleme mit der IT und deren Folgen nur auf Platz 15 des Risikobarometers gelegen.

Zunahme an Malware und Erpressungsversuchen

Behörden, Krankenhäuser, Privatunternehmen – kaum ein Tag vergeht ohne die Meldung eines IT-Zwischenfalls mit mehr oder weniger weitreichenden Auswirkungen. Häufigste Ursachen sind nach Angabe der 2700 Allianz-Experten mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen. Sie führen dazu, dass Unbefugte Zugriff auf sensible Daten bekommen. Aber auch Hackerangriffe oder das Herunterladen von Ransomware können für Unternehmen teuer werden. Sind Telefonleitungen und Computersysteme erst einmal lahmgelegt, sorgen die folgenden Betriebsunterbrechungen für weitere Schäden.

DSGVO bringt höhere Bußgelder

Gaben sich Hacker vor fünf Jahren noch mit einer Summe von einigen zehntausend Euro zufrieden, fordern sie heute bei einer Erpressung gleich Millionenbeträge. Ein weiteres Risiko: Unternehmen verwenden immer mehr personenbezogene Daten. Entsprechend hoch fallen Strafen und Bußgelder aus, wenn vorgeschriebene Schutzmaßnahmen vernachlässigt werden. Als Beispiele zitiert die Studie die Datenlecks bei der Marriott-Hotelgruppe, dem Finanzdienstleister Equifax und der Fluglinie British Airways. Für jedes der drei Unternehmen waren Strafen in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags gefordert worden.

Wie können sich Betriebe schützen?

Zwischen 50 und 90 Prozent der Cybervorfälle werden laut der Studie durch Fehler oder Verstöße eigener Mitarbeiter verursacht. Das bedeutet auch: Unternehmer können vorsorgen. Wer sein Personal entsprechend schult und in ein leistungskräftiges Cyber-Sicherheitsteam investiert, kann das Risiko von Schadensfällen deutlich reduzieren - und sich damit sogar noch einen klaren Vorteil gegenüber anderen Wettbewerbern verschaffen.

Fazit

Im Vergleich zum internationalen Gefahren-Ranking stellen sich die Risiken aus deutscher Sicht leicht verändert dar. In der Bundesrepublik stufen die Allianz-Experten wie im Vorjahr Betriebs- und Lieferkettenunterbrechungen als größte Bedrohung ein. Cybervorfälle liegen hier auf Platz zwei, gefolgt von der Unsicherheit durch rechtliche Veränderungen wie beispielsweise den Brexit oder Zölle und Handelskriege.

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