Illegales Streaming: Polizei nimmt 50 Server vom Netz

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User finden im Web unzählige Angebote illegaler Streams. Dabei können sie für kleines Geld oder gar kostenfrei Pay-TV-Sender und Video-on-Demand-Channel abonnieren. Strafverfolgungsbehörden aus mehreren Ländern gelang jetzt ein großer Schlag gegen derartige Angebote. Sie konnten europaweit 50 Server vom Netz nehmen. Wie viele Kunden hatten die illegalen Streams? Und wo waren die Angebote zu finden?

Wie sah das illegale Streaming-Angebot aus?

Die kriminelle Vereinigung begann bereits 2014 von Spanien aus, illegale Streams im Netz anzubieten. Dazu zapfte sie das Signal der Rechteinhaber an. User konnten so Inhalte unter anderem von Amazon, Netflix, HBO und Sky beziehen. Die Preise lagen dabei weit unter Marktwert. Insgesamt strahlte die Gruppe 40.000 verschiedene Inhalte auf unterschiedlichen Webseiten in der EU und in Drittländern aus. Dabei hatten sie rund 2 Millionen Abonnenten.

Kunden konnten den Service per Überweisung, PayPal oder Kryptowährung bezahlen. Daneben bot das kriminelle Netzwerk einen Kundensupport an. Dabei handelte es sich um eine technisch ausgefeilte Unterstützung und Qualitätskontrolle, so die Justizagentur Eurojust.

Dieser Schlag gelang den Behörden gegen illegales Streaming

Strafverfolger in Spanien, Schweden, Dänemark und Deutschland nahmen 11 Personen fest. Sie verdächtigen diese, die illegalen Streaming-Dienste angeboten zu haben. 16 Personen verhörten die Behörden. Sie schalteten insgesamt 50 Server in Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Schweden, Polen, Spanien, Tschechien und der Niederlande ab.

Das beschlagnahmte die Polizei

Die Polizei durchsuchte insgesamt 15 Orte. Dabei beschlagnahmte sie eine Immobilie, vier Autos im Wert von einer Million Euro, elektronische Geräte, Schmuck, Bargeld und Kryptogeld im Wert von 4,8 Millionen Euro. Und: Sie fror rund 1,1 Millionen Euro auf 11 Bankkonten ein.

Fazit

Ursprünglich hatten die spanischen Behörden im letzten Jahr damit begonnen, den illegalen Verkauf von Sportveranstaltungen über Pay-TV und Geldwäsche zu untersuchen. Erst später weiteten sie ihre Untersuchungen auf einen größeren Bereich illegaler Pay-TV-Angebote aus.

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