Sicherheitslücke: Betrüger räumen Payback-Konten ab

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Nutzer des Bonusprogramms Payback werden derzeit vermehrt um ihre mühsam gesammelten Punkte gebracht. Guthaben im Wert von hundert Euro oder mehr wird in Discountern und Supermärkten abgerufen und eingelöst. Während sich Beschwerden bei den Verbraucherzentralen häufen, weist die Payback GmbH jede Verantwortung von sich: Eine Sicherheitslücke gebe es nicht.

Punkte von Unbekannten eingetauscht

Mit angeblich mehr als 30 Millionen aktiven Nutzern handelt es sich um das beliebteste Bonus-Programm in Deutschland. Registrierte Teilnehmer können mittlerweile bei fast 700 Unternehmen Punkte sammeln, online und offline. Auch für die Händler lohnt sich das Programm. Aus den beim Shopping erhobenen Daten entstehen Kundenprofile, für die dann maßgeschneiderte Werbeprogramme entwickelt werden. Außerdem profitieren die Geschäfte von der Sammelwut treuer Einkäufer. Ein einfaches Rechenbeispiel der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen macht das deutlich. Demnach muss ein Payback-Kunde für 20.000 Euro einkaufen, um damit 100,- Euro zu sparen. Umso ärgerlicher also, wenn Betrüger das monatelang gesammelte Guthaben einlösen.

Payback: „Es gibt keine Sicherheitslücke“

Obwohl sich Anzeigen und Beschwerden seit einigen Wochen häufen, weisen die Verantwortlichen des Bonusprogramms jede Verantwortung zurück. Für die Sicherheit im Netz müssten Kunden selbst sorgen. Immerhin kläre man als Unternehmen immer wieder über die Gefahren von Phishing-Mails, Malware, Daten-Hacks und unsicheren Passwörtern auf. Payback arbeite mit einer mehrstufigen Sicherheits-Architektur und Verschlüsselungstechniken. Dass eine Sicherheitslücke die deutliche Zunahme an Betrugsfällen verursacht habe, schließt der Anbieter aus.

Gestohlene Punkte werden nicht zurückerstattet

Die Geschädigten machen ihrem Ärger in Facebook-Gruppen und Bewertungsportalen Luft. Mit pauschalen Hinweisen auf unsichere Passwörter schiebe Payback die Schuld auf seine Kunden. Ein wirklich sicheres System wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung werde aber nicht angeboten. Das Unternehmen hat klargestellt, dass es gestohlene Punkte nicht zurückerstatten werde und dazu rechtlich auch nicht verpflichtet sei. Man arbeite aber mit Polizei und Behörden zusammen.

Praxis-Tipps

1. Schützen Sie sich als Payback-Kunde jetzt, indem Sie vorhandene Punkte so schnell wie möglich einlösen. Aber Achtung: Fallen Sie dabei nicht auf vermeintliche „Schnäppchen“ herein, die Sie bei anderen Online-Händlern sehr viel günstiger erwerben können.

2. Sind auch von Ihrem Payback-Konto Punkte ohne Ihr Zutun verschwunden, ändern Sie das Passwort für Ihren Online-Zugang oder die App. Stellen Sie außerdem Strafanzeige bei Ihrer zuständigen Polizeibehörde.

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