Filesharing Abmahnung: Gutes Urteil für Abgemahnte Familien

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Wer eine Abmahnung bekommt, hat es schwer: die Abmahner fordern häufig hohe Summen für Filesharing. Für viele Abgemahnte ist die Abmahnung deshalb ein Schock. Manchmal kommt sie sogar völlig unerwartet, weil der Abgemahnte selbst gar kein Filesharing betrieben hat. Aber muss man als Abgemahnter seine Mitbewohner ans Messer liefern, wenn die ebenfalls das Internet benutzt haben?


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Abmahnung wegen Computerspiel

Immer wieder gibt es Gerichtsverfahren wegen Filesharing. In einem aktuellen Urteil ging es um Folgendes: Ein Anschlussinhaber bekam eine Abmahnung. Die Abmahner warfen ihm darin vor, illegal ein Computerspiel in einer Tauschbörse geteilt zu haben. Die Abmahner verlangten deswegen von ihm Schadensersatz. Außerdem sollte er die Abmahnkosten bezahlen.

Dagegen wehrte sich der Anschlussinhaber aber. Er argumentierte, dass er den Internetanschluss nicht allein benutzte. Sowohl seine Frau als auch seine Tochter mit ihrem Ehemann leben im Haushalt. Außerdem hatte er auch seinen eigenen Rechner durchsucht und dabei aber keine Tauschsoftware gefunden. Die Abmahner gaben sich damit nicht zufrieden. Sie verklagten ihn auf Zahlung von rund 1.600 Euro.

Gericht: Abgemahnter muss nicht zahlen

Das Amtsgericht Saarbrücken entschied über den Fall (Urteil vom 07.12.2016, Az. 121 C 339/16). Das Gericht entschied, dass der Abgemahnte in diesem Fall nicht für das Filesharing haften muss. Das Gericht sah ihn nicht als Täter des Filesharings an, denn er hatte ausreichend argumentiert, dass auch andere Personen den Internetanschluss benutzten. Auch sie kamen deswegen als Täter des Filesharings in Frage.

Der Abgemahnte hatte auch genug Nachforschungen angestellt. Er hatte schließlich seinen PC nach einer Filesharing-Software durchsucht. Auch als Störer kam der Abgemahnte nicht in Frage. Alle anderen Bewohner des Hauses waren bereits volljährig, sodass ihn dahingehend keine besonderen Prüfungs- und Überwachungspflichten trafen. Er musste deswegen weder den Schadensersatz bezahlen, noch die Abmahnkosten ersetzen.

So wehren Sie eine Filesharing-Abmahnung ab:

Wurden Sie wegen Filesharing abgemahnt? Holen Sie sich jetzt Ihre kostenlose Ersteinschätzung vom Rechtsanwalt unter 0221 / 400 675 577 (24h/bundesweit) oder per E-Mail: aw@abmahnung-internet.de

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Praxistipps Filesharing Abmahnungen und Familienangehörige:

1.  Eine Verteidigung gegen Abmahnungen ist möglich! Das gilt vor allem dann, wenn Sie den Internetanschluss nicht alleine nutzen und auch andere Personen für das Filesharing verantwortlich sein können.

2.  Unterschreiben Sie in Filesharing-Fällen nicht einfach die von den Abmahnern beigefügte Unterlassungserklärung. Diese ist häufig viel zu weitgehend. Es ist in den allermeisten Fällen möglich, eine modifizierte Unterlassungserklärung abzugeben, damit Sie sich nicht weiter als nötig zur Unterlassung verpflichten.

3.  Generell gilt: Lassen Sie sich im Falle einer Abmahnung von einem spezialisierten Anwalt oder den Verbraucherstellen beraten.

 

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Kommentare  
Guest
0 # Guest 12.03.2017, 18:14 Uhr
Sehr interessant und wichtig für Geschädigte dieser Geschäftemache
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