Illegales TV-Streaming: Großrazzia in Europa

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Den Stecker gezogen: Eine groß angelegte Razzia in ganz Europa schaltete illegale TV-Streaming-Angebote einer internationalen Bande ab. In Deutschland richtete sich die Operation vor allem gegen illegale Ausstrahlungen von Sendungen des Pay-TV-Senders Sky. Wie machte die Gruppe Geld mit ihrem Angebot? Und welchen Schaden richtete sie damit an?


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TV-Streaming für wenig Geld

Die internationale Bande bot TV-Inhalte von Pay-TV-Anbietern illegal per Streaming an. User mussten dafür nichts oder nur einen Bruchteil des regulären Preises bezahlen. In Deutschland bot die Gruppe vor allem Filme und Sportprogramme des Privatsenders Sky an. In Italien sollen 5 Millionen Nutzer das illegale Streaming-Angebot der Bande genutzt haben. Das gab die dortige Polizei an. Die Gruppe war seit 2015 aktiv.

Das erreichte die Großrazzia

Die Polizeiaktion unterbrach alle Empfangssignale der illegalen Dienste gleichzeitig. Ermittler in Italien, Deutschland, Griechenland, Frankreich, Bulgarien und der Niederlande sowie Eurojust, die Justizbehörde der Europäischen Union, hoben die Bande aus. Dabei nahmen sie 200 illegale Server vom Netz. Bei Durchsuchungen stellten sie Computer, digitale Ausrüstungen und Dokumente sicher. Und: Sie blockierten 150 PayPal-Konten, über die die Gruppe ihre Finanzen regelte. Insgesamt identifizierten die Ermittler 22 Verdächtige. Der Vorwurf: Betrug, Geldwäsche und Cybercrime. Ob es auch Festnahmen gab, ist bisher nicht bekannt.

Welchen Schaden richtete die Bande an?

Eurojust gab an, dass nach Schätzungen der Ermittler den legalen Anbietern ein Schaden in Höhe von 6,5 Millionen Euro entstanden sei. Damit dehne das organisierte Verbrechen seine Tätigkeiten auf groß angelegte Verletzungen des audiovisuellen Copyrights aus.

Fazit

Erst im letzten Jahr hatte die europäische Polizeibehörde Europol Server in Zypern, Griechenland, Bulgarien und der Niederlande beschlagnahmt. Dabei nahm sie 3 Personen fest. Sie hatten das Programm des Privatsenders Sky illegal im Netz für wenig Geld angeboten. Damit konnten sie insgesamt 500.000 Kunden weltweit gewinnen. Sie erwirtschafteten so schätzungsweise bis zu 5 Millionen Euro.


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