Movie2k: Streaming-Portal ist plötzlich offline

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Viele Fragen wirft das plötzliche Verschwinden des mutmaßlich illegalen Filmportals auf, auf dem gratis Filme zum Ansehen angeboten wurde. Spekulationen reichen vom harmlosen Serverumzug über technische Probleme bis hin zur Razzia.


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Verbindung zwischen movie2k und kino.to?

Glaubt man den "Welt"-Berichten, so steckt angeblich die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hinter der plötzlichen Abschaltung von Movie2k. Seit Mittwoch ist das Filmportal nicht mehr erreichbar. Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein erklärt am Freitagmorgen, dass es Spuren zu dem Portal Kino.to gibt und dass die Abschaltung vermutlich eine Folge der laufenden Ermittlungen ist. Die Beschuldigten von Kino.to sollen in Verbindung mit Movie2k gestanden haben. Razzien in Deutschland, Frankreich, Spanien und den Niederlanden haben zum Ende von Kino.to und zu Haftstrafen für sechs Betreiber geführt.

Keine Aussagen wegen laufenden Ermittlungen

Die Generalstaatsanwaltschaft hält sich wegen der laufenden Ermittlungen mit Aussagen, wie es zur Abschaltung von Movie2k kam, bedeckt. Auf Nachfragen, ob es ein Zusammenhang mit der am vor etwa zwei Wochen stattgefundenen Hausdurchsuchung gibt, wurde von Oberstaatsanwalt Klein nicht beantwortet. Es wurde die Wohnung eines Mannes mit dem Pseudonym Hologramm in Niedersachsen durchsucht und Computer sowie Speichermedien sichergestellt. Er alleine soll von 2008 bis 2011 rund 100.000 Raubkopien ins Internet gestellt haben. Da der Mann geständig und kooperationsbereit ist, bleibt er vorerst auf freien Fuß, erklärt Klein.

Movie2k zählte zu den meistbesuchten Webseiten

Das Filmportal Movie2k zählte zu den meistbesuchten Webseiten in Deutschland (Platz 17). Das Angebot reichte von neu erschienenen Filmen und Serien bis hin zu Pornofilmen, die den Usern illegal und umsonst zum Abruf im Webbrowser bereitgestellt wurden. Insgesamt konnten User auf 24.000 Spielfilme in deutscher Fassung zugreifen, ermittelte die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberechtsverletzungen). Die jüngste Entwicklung im Fall Movie2k wird von der GVU begrüßt. "Falls aber die Verantwortlichen von Movie2k ihr illegales Angebot selbst abgeschaltet haben sollten, deuten wir das als ein erstes Signal für ihre Bereitschaft, den entstandenen Schaden für die Filmwirtschaft nicht noch weiter zu vertiefen", erklärt Geschäftsführer der GVU Matthias Leonardy und schließt mit der Forderung an die Movie2k-Betreiber  "das begangene Unrecht aufzuklären und zur nachhaltigen Eindämmung der andauernden Urheberrechtsverletzungen beizutragen".

Fazit: Seit Mittwoch ist das bekannte Streaming-Portal Movie2k offline. Movie2k bot Usern mehr als 24.000 Spielfilme in deutscher Fassung zum kostenlosen Ansehen im Webbrowser an. Es wird spekuliert, warum es zur vermuteten Abschaltung des Filmeportals kam. Laufende Ermittlungen im Fall Kino.to und eine Hausdurchsuchung bei einem “Top-Uploader“ in Niedersachsen können Gründe sein, da die kino.to-Betreiber in Kontakt mit Movie2k gestanden haben sollen.


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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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